Krank geschriebener Mitarbeiter

Eine Spedition aus Düsseldorf hatte uns beauftragt, einen ihrer Mitarbeiter zu überprüfen, welcher sich bereits seit mehreren Wochen krank gemeldet hatte. Wie uns der Personalleiter der Spedition mitteilte, fiel der Mitarbeiter bereits seit mehreren Jahren durch das auffällig häufige Einreichen von Krankmeldungen auf. Bei einer Observation des Mitarbeiters konnten wir feststellen, dass dieser bereits um 06.15 Uhr das Haus verließ. Kurz darauf stieg der Mitarbeiter in einen vorgefahrenen PKW. Der Fahrer des PKW fuhr darauf mit dem Mitarbeiter der Spedition auf die nahegelegene Autobahn in Richtung Köln. Nach einer guten halben Stunde fuhr der Fahrer in Köln, in einem Industriegebiet, auf das Gelände einer Gerüstbau- Firma. Der Mitarbeiter der Spedition konnte darauf auf dem Betriebsgelände beim Be- und Entladen mehrerer LKW beobachtet werden. Hierbei wurden zumeist schwere Gerüstbauteile mit der Hand verladen. Eine schmerzhafte Entzündung des Schultergelenks, welche der Mitarbeiter bei seinem Arbeitgeber als Grund für seine Arbeitsunfähigkeit angegeben hatte, war für uns nicht zu erkennen. Der Mitarbeiter der Spedition konnte bis zum späten Nachmittag bei der Verladung von Gerüstbauteilen beobachtet werden. Zur Beweissicherung wurde dieses per Videoaufzeichnung festgehalten.

Auf Wunsch des Personalleiters der Spedition führten wir die Beobachtung des krankgeschrieben Mitarbeiters am Folgetag nochmals durch. Der Ablauf war nahezu gleich. Wieder wurde der Mitarbeiter der Spedition früh morgens abgeholt und die Fahrt führte uns erneut zur Gerüstbau- Firma nach Köln. Hier war der Mitarbeiter der Spedition wiederum bei schweren körperlichen Tätigkeiten zu beobachten. Dieses konnte von uns erneut per Videoaufzeichnung dokumentiert werden. Eine einmalige Verfehlung des Mitarbeiters war somit auszuschließen.

Zu Beginn der darauffolgenden Woche wurde der weiterhin krank geschriebene Mitarbeiter in das Personalbüro der Spedition gebeten. Hier wurde der ahnungslose Mitarbeiter mit unseren Videoaufzeichnungen konfrontiert. Dem Mitarbeiter wurde darauf die fristlose Kündigung erteilt und über die beabsichtigte Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen in Kenntnis gesetzt.

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