Das Abhören von Telefonaten ist ein beliebtes Kontrollmittel des Staates, um bösen Wichten auf die Finger zu schauen und hat echte Tradition. Leider hält sich die moderne Kommunikationstechnik nicht an diese alten Traditionen und macht mit neuen Techniken wie der Voice over IP Telefonie den Behörden das Leben schwer. Schlimm genug, dass bei der IP-Telefonie die Daten in kleinen Paketen durch’s Internet geschickt werden, Dienste wie Skype erdreisten sich, die Datenpakete nicht mehr brav ungeschützt durch die Leitung und das Web zu schicken, sondern über Verteilte Systeme (Peer to Peer) und verschlüsselt Verbindung mit der Gegenseite aufzunehmen.
Derlei Machenschaften mochte die Schweiz nicht länger unkontrolliert erdulden und hat deshalb einen Trojaner zum Abhören von VoIP in der Schweiz in Auftrag gegeben. Um die VoIP-Telefonate mitschneiden zu können müssen versteckte Programme installiert werden. So was nennt man gemeinhin Trojaner. Im Falle des Schweizer Projektes sollen die Internetanbieter den im Datenstrom versteckten Trojaner auf die Zielrechner einschleusen. Nicht dumm die Idee. Nur dumm gelaufen. Das Projekt wurde publik und ging durch die internationale Presse.