Vor ca. 3 Wochen erhielten wir von einer verheirateten Frau aus Düsseldorf den Auftrag in ihrem Haus Lauschabwehrmaßnahmen durchzuführen. Bei einer Lauschabwehrmaßnahme werden Wohnung, Gegenstände, Computer, etc. nach eventuell angebrachten Minisendern („Wanzen“) oder Funkkameras abgesucht.
In einem persönlichen Gespräch teilte uns die Auftraggeberin mit, dass sie den begründeten Verdacht hätte von ihrem Ehemann in den letzten Wochen abgehört worden zu sein. Die Auftraggeberin, auch von uns „AG“ benannt, gab uns zu verstehen, dass ihr Ehemann in den letzten Wochen über verschiedene ihrer Tätigkeiten informiert gewesen wäre, über die sie nur am Telefon mit einer ihr absolut vertrauten Person gesprochen hat. Die AG versicherte uns, dass sie einen Kontakt zwischen ihrem Ehemann und der vertrauten Person in jedem Falle ausschließen könnte.
Nachdem wir die kompletten Wohnräume der AG sowie verschiedene Gegenstände und Telefonanlage elektronisch untersucht haben, kamen wir zu keinerlei Ergebnis. Wir beschlossen daraufhin uns in der Garage und Vorraum noch einmal genauer umzusehen. Als wir unsere Aktion schon fast wieder beenden wollten, öffnete mein Kollege einen in der Garage abgestellten alten Backofen und fand in diesem einen selber gebauten Minisender mit einem angeschlossenen Mikrofon. Es machte für mich den Eindruck, als wenn der eventuelle „Abhörer“ den Sender mit Mikrofon und Batteriezuleitung zusammengeknüllt hätte und diesen dann in den Ofen hinter einem darin befindlichen Karton versteckt hat.
Als die AG ihrem Ehemann von diesem Fund berichtete, stritt er ab, jemals den Minisender gesehen oder eingesetzt zu haben.