Archiv für November 2007

Detektiv mit Elektroschocker attackiert

Donnerstag, 29. November 2007

Detektive leben gefährlich. Wer sich ertappt fühlt, lasst seinen Ärger eben an dem aus, der ihn erwischt hat. Eine 14jährige geriet gar ganz außer Rand und Band, als sie nach kurzer Flucht von einem Ladendetektiv gestellt wurde. Der Mann musste anschließend zum Arzt.

Ertappt hatte er das junge Mädchen am späten Nachmittag in einem Drogeriemarkt. Dort hatte sie sich gratis bedient und Modeschmuck eingesteckt. Der Detektiv beobachtete sie dabei und wurde seinerseits entdeckt. Statt den Diebstahl zuzugeben und die Konsequenzen zu tragen, floh die 14jährige aus dem Geschäft. Sie schaffte es mit dem Detektiv im Nacken bis in eine nahe gelegene Grünanlage, ehe sie gestellt wurde.

Was dann geschah, hätte sich der routinierte Ladendetektiv nicht träumen lassen. Das Mädchen schlug auf ihn ein und holte einen Elektroschocker aus ihrer Tasche, mit dem sie den Mann attackierte und schwer verletzte. Doch es nützte der Diebin relativ wenig. Es gelang dem Mann, sie so lange festzuhalten, bis die Polizei kam. Jetzt wird sie sich nicht nur wegen des Ladendiebstahls verantworten müssen, sondern auch für die Platzwunden und Prellungen, die sie dem Detektiv beifügte.

Erfolg und Misserfolg liegen nahe beieinander

Dienstag, 27. November 2007

Kaufhausdetektive müssen immer auf der Hut sein. Entweder verfolgen sie auf Monitoren das Geschehen in den Gängen, was angesichts des Trubels zur Weihnachtszeit nicht immer ganz so leicht ist. Oder sie mischen sich unters Volk. Die Tricks und Kniffe ihrer Klientel kennen sie jedenfalls. Viele Diebe scheitern beim Versuch des illegalen „bargeldlosen“ Einkaufs und suchen ihr Heil in der Flucht. Mal gelingt es, mal auch nicht, wie diese aktuellen Beispiele vom Wochenende belegen.

In Bamberg war ein Detektiv erfolgreich. Er konnte einen 24jährigen stellen, der ein Autoradio im Wert von knapp 160 Euro mitgehen lassen wollte. Aufgefallen war der Diebstahl an der Kasse. Der Versuch, über den Parkplatz abzuhauen, scheiterte kläglich. Der Kaufhausdetektiv war schneller zu Fuß und hielt den Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest.

In Hagen hingegen musste sich ein Detektiv im wahrsten Sinne des Wortes geschlagen geben. Zwar hatte er den Täter beobachtet und gesehen wie er 14 Uhren in seiner Jackentasche verschwinden ließ. Er konnte ihn auch aufhalten und um die Personalien bitten. Doch was dann kam, damit hatte der Kaufhausdetektiv nicht gerechnet. Der Dieb gab ihm das Portmonee samt Ausweis, um im gleichen Moment auszuholen und zuzuschlagen. Dabei riss er sich los und ward nicht mehr gesehen. Der Rucksack, den er bei der Aktion verlor, war im Übrigen auch bestens bestückt, mit 24 Parfümflaschen.

Die ersten Detektive der Welt

Donnerstag, 22. November 2007

Menschen mit detektivischem Spürsinn hat es wohl schon zu allen Zeiten gegeben. Allerdings hat es lange gedauert, bis sich daraus ein eigener Beruf, der des Detektivs, entwickelt hat. Wann der erste professionelle Privatermittler aktiv wurde bzw. die erste Detektei gegründet wurde, lässt sich ziemlich genau sagen. Den Anfang machte Frankreich 1832. Eugéne Francois Vdoq soll in dem Jahr sein Büro eröffnet haben. Berühmter wurde allerdings Alan Pinkerton, der 1850 in den USA den Polizeidienst quittierte und sich selbstständig machte.

Pinkerton stammt aus Schottland. Geboren wurde er 1819. Sein Vater war Polizist. Er lernte den Beruf des Fassbinders. Seine politische Überzeugung zwang ihn, in die USA zu fliehen, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen. Es war wohl eher Glück, dass er dazu beitrug, Geldfälscher dingfest zu machen. Jedenfalls machte dieser erste Erfolg ihn zum Deputy Sheriff. Dabei blieb es vorerst auch. Seine Pinkerton National Detective Agency gründete er 1850 und betrat damit selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein völlig neues Terrain.

Alan Pinkerton spezialisierte sich schnell auf den Begleitschutz von Zügen. Später brachte er es bis zum Personenschützer von Präsident Abraham Lincoln. Zumindest ein Mordkomplott konnte Pinkerton während dieser Zeit aufdecken und verhindern. Den Kontakt zur Regierung nutzte der Detektiv auch später sehr geschickt. Er wurde mit dem Aufbau eines Geheimdienstes beauftragt und spielte eine gewichtige Rolle im Konflikt zwischen Nord- und Südstaaten. Auf das Konto von Pinkerton ging auch die Festnahme von Butch Cassidy und Sundance Kid. Nach seinem Tod 1884 führten die Söhne das Geschäft fort.

Aufklärungsquote von 63 Prozent

Montag, 19. November 2007

Die Wirtschaft gehört zu den besten Kunden von Detekteien. Die für das Jahr 2006 erhobenen Daten des Bundesverbandes Deutscher Detektive (BDD) bestätigen diesen Trend. 57 Prozent der Aufträge stammen direkt von Unternehmen. 18 Prozent wurden von Anwaltskanzleien erteilt. Dabei sticht die Tatsache hervor, dass in Zweidrittel aller Fälle die Mitarbeiter ins Visier der Untersuchungen geraten.

Das Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität des BKA deckt sich dabei sehr genau mit den Daten des BDD. In erster Linie geht es dabei um Mitarbeiter, die schwarz arbeiten, des Betrugs, der Untreue, des Diebstahls oder des Verrats von Betriebsgeheimnissen verdächtig werden. Die Ergebnisse der Detektive werden vermehrt dazu genutzt, den jeweiligen Angestellten anzuzeigen. In diesem Punkt werden die Unternehmen immer konsequenter. Von 30 Prozent in 2005 auf 34 Prozent in 2006 stieg die Quote der Fälle, bei denen die Detektivarbeit Anstoß für eine Klage war.

Dass die Arbeit einer Detektei in den meisten Fällen erfolgreich ist, bestätigt sich mit der hohen Aufklärungsrate. Sie lag im vergangenen Jahr bei 63 Prozent. Lediglich sieben Prozent der Aufträge verliefen nicht erfolgreich, bei 30 Prozent konnten die Ermittler mit Teilerfolgen aufwarten. Umgerechnet auf die Kosten, die durch Wirtschaftskriminalität entstehen, hat der BDD ermittelt, dass die Arbeit der Detektive rund 15 Milliarden Schaden verhindern konnte.

Kraftstoffdiebstahl in Aachen

Montag, 12. November 2007

Von unserer Auftraggeberin (AG) in Aachen erhielten wir den Auftrag einen Mitarbeiter aus ihrem Speditionsbetrieb zu observieren. Die AG hatte den begründeten Verdacht, dass der Mitarbeiter (ZP) Kraftstoff für sein Privatfahrzeug auf Kosten der Spedition abzweigte.

Nach 2 Tagen begannen wir mit der Observation am Speditionsbetrieb. Die ZP verlies wie bereits aus der Info der AG zu vernehmen war um 07.30 Uhr mit dem LKW den Betrieb. Darauf folgend fuhr der Mitarbeiter verschiedene Firmen an und belieferte diese mit Ware. Nach seiner Mittagspause setzte die ZP die Fahrt in Richtung Betrieb fort. Die ZP fuhr nach ca. 5 Min. auf einen abgelegenen Parkplatz und traf sich hier mit einer für uns unbekannten männlichen Person. Nach einer kurzen Unterhaltung wurden von der ZP 3 scheinbar volle 20 Liter Kanister hinter dem Fahrerhaus des LKW hervorgeholt und diese in den Kofferraum der unbekannten Person geladen. Die ZP fuhr anschließend weiter auf das Gelände des Speditionsbetriebs und führte seine Arbeit weiter fort.

Nach Berichterstattung an die AG wurde der Observationseinsatz auf insgesamt 1 Woche verlängert. In dieser Zeit konnte noch ein wie oben beschrieben ähnlicher Fall beobachtet werden.

Da einer der Sachbearbeiter die kompletten Abläufe per Videoaufzeichnung dokumentierte, stellte sich bei Abspielung des Videos bei unserer AG heraus, dass es sich bei der oben genannten unbekannten, männlichen Person um einen früheren Mitarbeiter unserer AG handelte.

Nach einer Unterredung zwischen ZP und der AG wurde der Diebstahl erst nach Vorlage der Videoaufzeichnung von der ZP zugegeben.

Bei einem späteren Termin mit unserer AG sollte an der Tankanlage der Spedition ein Kamerasystem zur Videoüberwachung installiert werden.