Die Wirtschaft gehört zu den besten Kunden von Detekteien. Die für das Jahr 2006 erhobenen Daten des Bundesverbandes Deutscher Detektive (BDD) bestätigen diesen Trend. 57 Prozent der Aufträge stammen direkt von Unternehmen. 18 Prozent wurden von Anwaltskanzleien erteilt. Dabei sticht die Tatsache hervor, dass in Zweidrittel aller Fälle die Mitarbeiter ins Visier der Untersuchungen geraten.
Das Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität des BKA deckt sich dabei sehr genau mit den Daten des BDD. In erster Linie geht es dabei um Mitarbeiter, die schwarz arbeiten, des Betrugs, der Untreue, des Diebstahls oder des Verrats von Betriebsgeheimnissen verdächtig werden. Die Ergebnisse der Detektive werden vermehrt dazu genutzt, den jeweiligen Angestellten anzuzeigen. In diesem Punkt werden die Unternehmen immer konsequenter. Von 30 Prozent in 2005 auf 34 Prozent in 2006 stieg die Quote der Fälle, bei denen die Detektivarbeit Anstoß für eine Klage war.
Dass die Arbeit einer Detektei in den meisten Fällen erfolgreich ist, bestätigt sich mit der hohen Aufklärungsrate. Sie lag im vergangenen Jahr bei 63 Prozent. Lediglich sieben Prozent der Aufträge verliefen nicht erfolgreich, bei 30 Prozent konnten die Ermittler mit Teilerfolgen aufwarten. Umgerechnet auf die Kosten, die durch Wirtschaftskriminalität entstehen, hat der BDD ermittelt, dass die Arbeit der Detektive rund 15 Milliarden Schaden verhindern konnte.