Die ersten Detektive der Welt

Menschen mit detektivischem Spürsinn hat es wohl schon zu allen Zeiten gegeben. Allerdings hat es lange gedauert, bis sich daraus ein eigener Beruf, der des Detektivs, entwickelt hat. Wann der erste professionelle Privatermittler aktiv wurde bzw. die erste Detektei gegründet wurde, lässt sich ziemlich genau sagen. Den Anfang machte Frankreich 1832. Eugéne Francois Vdoq soll in dem Jahr sein Büro eröffnet haben. Berühmter wurde allerdings Alan Pinkerton, der 1850 in den USA den Polizeidienst quittierte und sich selbstständig machte.

Pinkerton stammt aus Schottland. Geboren wurde er 1819. Sein Vater war Polizist. Er lernte den Beruf des Fassbinders. Seine politische Überzeugung zwang ihn, in die USA zu fliehen, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen. Es war wohl eher Glück, dass er dazu beitrug, Geldfälscher dingfest zu machen. Jedenfalls machte dieser erste Erfolg ihn zum Deputy Sheriff. Dabei blieb es vorerst auch. Seine Pinkerton National Detective Agency gründete er 1850 und betrat damit selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein völlig neues Terrain.

Alan Pinkerton spezialisierte sich schnell auf den Begleitschutz von Zügen. Später brachte er es bis zum Personenschützer von Präsident Abraham Lincoln. Zumindest ein Mordkomplott konnte Pinkerton während dieser Zeit aufdecken und verhindern. Den Kontakt zur Regierung nutzte der Detektiv auch später sehr geschickt. Er wurde mit dem Aufbau eines Geheimdienstes beauftragt und spielte eine gewichtige Rolle im Konflikt zwischen Nord- und Südstaaten. Auf das Konto von Pinkerton ging auch die Festnahme von Butch Cassidy und Sundance Kid. Nach seinem Tod 1884 führten die Söhne das Geschäft fort.

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