Kaufhausdetektive müssen immer auf der Hut sein. Entweder verfolgen sie auf Monitoren das Geschehen in den Gängen, was angesichts des Trubels zur Weihnachtszeit nicht immer ganz so leicht ist. Oder sie mischen sich unters Volk. Die Tricks und Kniffe ihrer Klientel kennen sie jedenfalls. Viele Diebe scheitern beim Versuch des illegalen „bargeldlosen“ Einkaufs und suchen ihr Heil in der Flucht. Mal gelingt es, mal auch nicht, wie diese aktuellen Beispiele vom Wochenende belegen.
In Bamberg war ein Detektiv erfolgreich. Er konnte einen 24jährigen stellen, der ein Autoradio im Wert von knapp 160 Euro mitgehen lassen wollte. Aufgefallen war der Diebstahl an der Kasse. Der Versuch, über den Parkplatz abzuhauen, scheiterte kläglich. Der Kaufhausdetektiv war schneller zu Fuß und hielt den Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest.
In Hagen hingegen musste sich ein Detektiv im wahrsten Sinne des Wortes geschlagen geben. Zwar hatte er den Täter beobachtet und gesehen wie er 14 Uhren in seiner Jackentasche verschwinden ließ. Er konnte ihn auch aufhalten und um die Personalien bitten. Doch was dann kam, damit hatte der Kaufhausdetektiv nicht gerechnet. Der Dieb gab ihm das Portmonee samt Ausweis, um im gleichen Moment auszuholen und zuzuschlagen. Dabei riss er sich los und ward nicht mehr gesehen. Der Rucksack, den er bei der Aktion verlor, war im Übrigen auch bestens bestückt, mit 24 Parfümflaschen.