Archiv für Januar 2008

Technik alleine macht noch keinen Detektiv

Montag, 28. Januar 2008

Ein Gewerbeschein sowie ein Führungszeugnis reichen aus und jeder, der möchte, kann als Detektiv arbeiten. Möglich macht es das Fehlen einer allgemeingültigen Berufsordnung, die strikte Vorgaben zur Ausbildung und Ausübung des Berufes macht. Dass es zudem noch eine Vielzahl von Verbänden und Vereinen gibt, die sich um die Belange von Privatdetektiven kümmern, verkompliziert alles noch ein wenig. Kein Wunder, dass man sich in den großen Vereinigungen Sorgen um die Qualität der Arbeit macht. Vor allem, weil die Situation schwarzen Schafen Vorschub leistet.

Detektive, die etwas auf sich halten, nutzen die Angebote zur Fortbildung und haben ihre Arbeit erst aufgenommen, nachdem sie Kurse beispielsweise von der Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe besucht haben. Andere, die es weniger ernst meinen, folgen einfach nur den Tipps, die überall im Internet zu finden sind. Demnach würde es schon ausreichen, sich in einem Spion-Shop das nötige Equipment zu kaufen, um böse Jungs dingfest machen zu können. Wer so blauäugig in den Beruf startet, fällt sehr schnell auf die Nase. Viele, die sich für die Arbeit als Privatdetektiv entscheiden, haben vorher in einem ähnlichen Bereich gearbeitet. Polizisten beispielsweise, die sich in der privaten Wirtschaft mehr erwarten. Sie haben einen entsprechenden Hintergrund und wissen um Recht und Ordnung, vor allem aber die genauen Grenzen, innerhalb derer sie sich als Privatermittler bewegen dürfen.

Ohnehin sind die meisten Privatermittler Quereinsteiger, denn Detektivlehrlinge gibt es nicht, wohl aber einige wenige Praktikanten. Laut Statistik aus dem Jahr 2004 arbeiten rund 1000 Privatdetektive, darunter einige, die sich ganz auf den Bereich Wirtschaftskriminalität konzentrieren, im Hauptberuf und 5000 Ermittler in Teilzeit. Hinzu kommen noch die Kaufhausdetektive, von denen 4000 für Sicherheit in Geschäften sorgen. Wer sich für den Beruf interessiert, sollte sich – auch wenn es schwer ist – um ein Praktikum bemühen oder eines der Kursangebote wahrnehmen. Alles Weitere und auch den Erfolg im Beruf bringt dann wie überall die Erfahrung.

Detektiv Wilsberg ermittelt in Münster

Samstag, 26. Januar 2008

An aalglatten Detektiven haben Fernsehzuschauer kein Interesse. Erst, wenn er Privatermittler ein paar Macken und Kanten hat, zeitigt sich auch ein Erfolg. Das beweist in bester Manier Georg Wilsberg, der seit 1995 mehr oder weniger regelmäßig im ZDF ermittelt und nicht selten selbst ins Visier der Polizei gerät. „Und die Toten lässt man ruhen“, hieß sein erster Fall, geschrieben von Jürgen Kehrer, der mit den Wilsberg-Romanen den Anstoß gab.

Ort des Geschehens ist Münster. Die Stadt ist stolz darauf und bietet seit 2003 Führungen an, während der man innerhalb von 90 Minuten die wichtigsten Schauplätze der Detektiv-Reihe gezeigt bekommt. Der Dreh- und Angelpunkt, in dem so manche Ermittlung beginnt, ist das Antiquariat des Privatdetektivs an der Frauenstraße. Dabei war Georg Wilsberg, in der Pilotfolge gespielt von Joachim Król, danach von Leonard Lansink, einst Rechtsanwalt. Seit er seine Zulassung verlor, steht er als Antiquar und Detektiv ständig kurz vor der Pleite.

Der feste Personenkreis der Serie ist überschaubar. Das macht es auch für den Zuschauer einfacher. Zum einen gibt es den Freund. In den ersten 14 Folgen war es Manfred Höch (Heinrich Schafmeister). Danach übernahm Ekkehard „Ekki“ Talkötter (Oliver Korittke) die Rolle des Kumpels, der dem Detektiv ständig sein Auto leihen darf. Mit dabei sind auch Alex Holtkamp (Ina Paule Klink) als Pflegetochter sowie Anna Springer (Rita Russek) und Overbeck (Roland Jankowsky) von der Polizei. Geprägt sind die Geschichten zum Teil von Spannung, viel mehr aber von Humor.

Meisterdetektiv Nick Knatterton

Dienstag, 22. Januar 2008

Gedacht war er als Parodie auf Superman. Geworden ist er eine der bekanntesten deutschen Detektivfiguren: Nick Knatterton. Von 1950 bis 1959 unterhielt der Meisterdetektiv mit seinen Abenteuern und nicht zuletzt den politisch angehauchten Seitenhieben die Leser der Quick als Comic in mehreren Folgen. Der Erfolg war so groß, dass es schon 1952 Sammelbände gab. Komplett wurde das Werk von Manfred Schmidt, dem Zeichner und Erfinder der Figur, erst 1988 auf den Markt gebracht.

Lieblingswort des Privatdetektivs, der sich mit allerhand Halunken befassen musste, war das berühmte „Kombiniere“. Der Wunsch, Detektiv zu werden, war bei Nick Knatterton, geboren als Nikolaus Kuno Freiherr von Knatter, schon früh geweckt. Dabei kam ihm seine vom Autor zugeschriebene Intelligenz immer zugute. Selbst seinen weiblichen Gegenspielern, die recht üppig ausgestattet und dem Detektiv nicht abgeneigt waren, konnte er widerstehen. Mit seiner Hochzeit sollte eigentlich alles enden. Das ließen die Fans aber nicht zu.

Der große Boom, den die Serie um den Meisterdetektiv auslöste, mündete 1959 in einem Kinofilm mit Karl Liefen in der Hauptrolle. Auch Persönlichkeiten wie Gert Fröbe und Günter Pflitzmann spielten in „Nick Knattertons Abenteuer – Der Raub der Gloria Nylon“ mit. In den 80er Jahren folgten einige Zeichentrickfilme. Wie weit es der Detektiv gebracht hat, beweist der Bund Deutscher Kriminalbeamter. Er vergibt die Nick Knatterton-Ehrenmütze.

Abhörtechnik – klein, kleiner, winzig

Freitag, 18. Januar 2008

Mäuschen spielen, um zu erfahren, worüber sich andere gerade unterhalten – Detektive müssen öfter in diese Rolle schlüpfen. Da sie sich nicht einfach so neben die Zielperson stellen oder zu ihnen an einen Tisch setzen können, greifen Privatermittler auf technische Hilfsmittel zurück. Gerade im Bereich der Abhörtechnik gilt dabei inzwischen: Klein ist oft nicht klein genug. Viele der Minisender, die unauffällig angebracht werden können, sind gerade mal halb so groß wie eine Büroklammer.

Im freien Gelände kann mittels dieser Abhörtechnik mehrere hundert Meter Abstand gehalten werden. Innerhalb von Gebäuden hängt die Reichweite von den Gegebenheiten und möglichen Störquellen wie Mobiltelefonen oder anderen Geräten ab. Je nach Einsatz und den Möglichkeiten, den Sender anzubringen – was in Räumen, in denen abgehört werden soll, etwas einfacher ist –, gibt es Sender, die mit einer kleinen Knopfzelle funktionieren. Andere benötigen einen Neun-Volt-Block oder mehr. Das macht sich preislich bemerkbar. Bis zu 700 Euro kosten die Sender, die auch mit dem GSM-Standard arbeiten und somit über ein Mobiltelefon abgehört werden können.

Kommt der Einsatz von Minisendern nicht in Frage, weil schnell reagiert werden muss, kann auf Richtmikrofone oder elektronische Stethoskope zurückgegriffen werden. Ein solches Stethoskop kann an einer Scheibe oder auch einer Tür befestigt werden. Dank des Verstärkers und einer Rauschunterdrückung kann so problemlos über einen Kopfhörer gelauscht werden. Im Freien helfen Richtmikrofone, die in verschiedenen Ausstattungen angeboten werden, nicht nur als Parabol-Mikrofon wie es oft im Fernsehen zu bewundern ist.

Krimiwochenenden für Hobbydetektive

Dienstag, 15. Januar 2008

Einfach nur vor dem Fernseher mit zu rätseln, wer der Mörder ist, die Fäden zieht oder die Straftat begangen hat, wird vielen auf Dauer zu langweilig. Sie wollen selbst aktiv werden und Detektiv spielen. Genau für diesen Zweck wurden Krimiwochenenden ersonnen. Hier können Erwachsene nach Herzenslust ermitteln und beweisen, ob sie das nötige Gespür eines Privatermittlers haben. Viel mit dem Arbeitsalltag eines professionellen Detektivs haben die inszenierten Fälle zwar nicht zu tun, dafür macht es viel Spaß.

Angeboten werden die Krimiwochenenden inzwischen in ganz Deutschland. Ob Ostsee, Eifel, Sauerland oder Hamburg, viele Hotels und Agenturen organisieren den Detektivspaß, der zugegebenermaßen nicht immer günstig ist. Je nach Hotel müssen die Hobby-Kriminalsten mit 300 bis 500 Euro rechnen. Inklusive ist neben Übernachtungen und Verpflegung natürlich das Vergnügen, einen Fall zu lösen. In der Regel handelt es sich um einen Mord der aufgeklärt werden muss. Für die Spuren, die zum Täter führen, sorgen die Organisatoren.

In der Eifel beispielsweise läutet ein gemeinsames Abendessen das Krimiwochenende ein. Sämtliche Privatermittler werden mit den Fakten des Falls vertraut gemacht und können dann am nächsten Tag den Tatort inspizieren, Unterlagen sichten und auf Spurensuche gehen. Wer nicht gleich ein ganzes Wochenende damit verbringen möchte, kann an Mystery Dinnern teilnehmen. Auch hier gibt es mit dem Menü eine Leiche serviert, deren Mörder es zu finden gilt.

Industriespionage ist eines der großen Übel der Wirtschaft

Freitag, 11. Januar 2008

Kaum ein Unternehmen, das sich innovativer Technologien verschrieben hat oder auch nur neuartige Konzepte für Kugelschreibermechaniken entwickelt, ist heute noch sicher vor Industriespionage. Da kann es sein, dass abends mit der Putzkolonne nicht nur Unrat das Haus verlässt, sondern auch firmeninterne Daten. Bei der Wahl der Methoden sind die mit der Wirtschaftsspionage beauftragten Damen und Herren sehr kreativ und nutzen nicht nur Technik. Oft kommt ihnen die Unachtsamkeit der Mitarbeiter zugute.

Aufgaben einer Detektei ist es, Sicherheitslücken im System der Unternehmen zu finden, präventiv einzugreifen und falls das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, Beweise für die Industriespionage zu sammeln, damit der oder die Täter samt Hintermänner belangt werden können. Auch die Detektive müssen sich mit immer neuen Taktiken der Spione befassen. Minikameras in den Büros, Wanzen im Telefon oder in Besprechungsräumen sind fast schon Klassiker. Sie lassen sich relativ schnell aufspüren. Das wissen auch diejenigen, die sich für die Datenbeschaffung bezahlen lassen.

Sie werden schon jetzt geschult, um als Mitarbeiter in den auszuspionierenden Betrieben eingeschleust werden zu können. Damit sind sie direkt vor Ort und haben es wesentlich leichter, Systeme zu manipulieren – etwa Software zu installieren, die unerkannt die Tastaturanschläge speichert – oder die Daten im USB-Stick der Armbanduhr zu speichern. Die Bewerber vor der Einstellung zu überprüfen, ist eine Aufgabe, die Detektive sehr akribisch vornehmen und dabei Punkt für Punkt des Lebenslaufes kontrollieren. Diese Maßnahme kann vor bösen Überraschungen bewahren.

Detektoren finden auch die kleinsten Wanzen

Montag, 07. Januar 2008

Viele Unternehmen stecken einen Großteil ihres Gewinns in Forschung und Entwicklung, um der Konkurrenz im Kampf um Marktanteile einen Schritt voraus zu sein. Schwarze Schafe scheuen die Investition und setzen auf Betriebsspionage, um so an die Ergebnisse zu gelangen. Das Problem ist allseits bekannt. Das alleinige Verbot von Fotohandys nützt wenig. Denn Abhörgeräte, Minikameras und oft auch Mitarbeiter stellen die eigentlichen Gefahren dar, bei denen ein Detektiv schon im Vorfeld aktiv werden kann.

Einerseits besteht die Möglichkeit, sensible Bereiche selbst per Videoüberwachung kontrollieren zu lassen. Andererseits kann eine Detektei jeden Raum auf versteckte Überwachungstechnik hin überprüfen. Laien fehlt der Blick für die Feinheiten der Technik. Ein Detektiv weiß aus Berufserfahrung, wo sich Wanzen und Kameras befinden könnten. Zudem kann er auf Hilfsmittel zurückgreifen, die versteckte Geräte aufspüren. Entsprechende Detektoren, die unter anderem auf die Funkwellen reagieren, arbeiten recht effektiv und sind auch nur im Fachhandel erhältlich.

Damit die Sicherheit auf Dauer gewährleistet ist, muss regelmäßig kontrolliert werden. Und selbst dann sind noch nicht alle Bereiche abgedeckt. Auch in den kleinsten Mobiltelefonen können heute schon Wanzen versteckt werden, über die Gespräche abgehört werden. Ein Krypto Handy kann hier ein wenig Abhilfe schaffen, auch wenn es mit über 2.000 Euro sehr teuer ist.

Der Faktor Mitarbeiter ist und bleibt allerdings das größte Sicherheitsproblem. Detekteien bieten daher an, Bewerber schon vor der Anstellung genauer zu überprüfen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Posten in einem sicherheitsrelevanten Bereich des Unternehmens vergeben wird.

Speicherplatz satt bei moderner Videoüberwachung

Mittwoch, 02. Januar 2008

Einfache Überwachungskameras samt allen Kabeln und Minimonitor mit Mattscheibe in schwarz-weiß gibt es in jedem Baumarkt für unter 100 Euro. Für den Hausgebrauch, sprich zur Absicherung des Grundstücks oder der eigenen vier Wände, sind diese Geräte sicherlich tauglich. Geht es aber um eine professionelle Überwachung durch einen Detektiv, bedarf es ausgefeilter Technik, die auch bei Gegenlicht und schlechten Lichtverhältnissen brauchbare Ergebnisse liefert.

Bei den günstigen Modellen reicht schon zu viel Sonnenschein, um nur noch Schemen zu erkennen. Moderne Kameras hingegen stellen sich auf solche Situationen ein. Hier liegt auch der Preisunterschied. Minikameras mit einer Größe unter 20 Millimeter kosten im Fachhandel rund 190 Euro. Sie gibt es in allen Formen. Getarnt als Bewegungsmelder, Uhr oder als Schaltkasten für die Heizung liefern sie selbst bei wenig Licht noch perfekte Bilder. Für die Kameraüberwachung rund um die Uhr stehen Detektiven Gerät mit getrennter Nachtsichttechnologie zur Verfügung, die weitaus besser arbeiten als herkömmliche Infrarotkameras.

Viele der Videokameras verfügen über einen eigenen Speicher. Je nach Bildformat und Qualität nehmen sie über 60.000 einzelne Fotos auf oder aber bis zu 1000 Stunden Videomaterial. Kommen Kamera und Speicher getrennt zum Einsatz kommt es auf die Reichweite des Senders der Videokamera an. Im Haus sind bis zu 30 Meter, im freien Gelände bis zu 100 Meter möglich. Die Speichermedien orientieren sich am PC-Standard. Angeboten werden Anlagen mit bis zu zwei Festplatten zu je 500 Gigabyte, die über ein Jahr lang aufzeichnen können.