Kaum ein Unternehmen, das sich innovativer Technologien verschrieben hat oder auch nur neuartige Konzepte für Kugelschreibermechaniken entwickelt, ist heute noch sicher vor Industriespionage. Da kann es sein, dass abends mit der Putzkolonne nicht nur Unrat das Haus verlässt, sondern auch firmeninterne Daten. Bei der Wahl der Methoden sind die mit der Wirtschaftsspionage beauftragten Damen und Herren sehr kreativ und nutzen nicht nur Technik. Oft kommt ihnen die Unachtsamkeit der Mitarbeiter zugute.
Aufgaben einer Detektei ist es, Sicherheitslücken im System der Unternehmen zu finden, präventiv einzugreifen und falls das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, Beweise für die Industriespionage zu sammeln, damit der oder die Täter samt Hintermänner belangt werden können. Auch die Detektive müssen sich mit immer neuen Taktiken der Spione befassen. Minikameras in den Büros, Wanzen im Telefon oder in Besprechungsräumen sind fast schon Klassiker. Sie lassen sich relativ schnell aufspüren. Das wissen auch diejenigen, die sich für die Datenbeschaffung bezahlen lassen.
Sie werden schon jetzt geschult, um als Mitarbeiter in den auszuspionierenden Betrieben eingeschleust werden zu können. Damit sind sie direkt vor Ort und haben es wesentlich leichter, Systeme zu manipulieren – etwa Software zu installieren, die unerkannt die Tastaturanschläge speichert – oder die Daten im USB-Stick der Armbanduhr zu speichern. Die Bewerber vor der Einstellung zu überprüfen, ist eine Aufgabe, die Detektive sehr akribisch vornehmen und dabei Punkt für Punkt des Lebenslaufes kontrollieren. Diese Maßnahme kann vor bösen Überraschungen bewahren.
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