Mäuschen spielen, um zu erfahren, worüber sich andere gerade unterhalten – Detektive müssen öfter in diese Rolle schlüpfen. Da sie sich nicht einfach so neben die Zielperson stellen oder zu ihnen an einen Tisch setzen können, greifen Privatermittler auf technische Hilfsmittel zurück. Gerade im Bereich der Abhörtechnik gilt dabei inzwischen: Klein ist oft nicht klein genug. Viele der Minisender, die unauffällig angebracht werden können, sind gerade mal halb so groß wie eine Büroklammer.
Im freien Gelände kann mittels dieser Abhörtechnik mehrere hundert Meter Abstand gehalten werden. Innerhalb von Gebäuden hängt die Reichweite von den Gegebenheiten und möglichen Störquellen wie Mobiltelefonen oder anderen Geräten ab. Je nach Einsatz und den Möglichkeiten, den Sender anzubringen – was in Räumen, in denen abgehört werden soll, etwas einfacher ist –, gibt es Sender, die mit einer kleinen Knopfzelle funktionieren. Andere benötigen einen Neun-Volt-Block oder mehr. Das macht sich preislich bemerkbar. Bis zu 700 Euro kosten die Sender, die auch mit dem GSM-Standard arbeiten und somit über ein Mobiltelefon abgehört werden können.
Kommt der Einsatz von Minisendern nicht in Frage, weil schnell reagiert werden muss, kann auf Richtmikrofone oder elektronische Stethoskope zurückgegriffen werden. Ein solches Stethoskop kann an einer Scheibe oder auch einer Tür befestigt werden. Dank des Verstärkers und einer Rauschunterdrückung kann so problemlos über einen Kopfhörer gelauscht werden. Im Freien helfen Richtmikrofone, die in verschiedenen Ausstattungen angeboten werden, nicht nur als Parabol-Mikrofon wie es oft im Fernsehen zu bewundern ist.