An aalglatten Detektiven haben Fernsehzuschauer kein Interesse. Erst, wenn er Privatermittler ein paar Macken und Kanten hat, zeitigt sich auch ein Erfolg. Das beweist in bester Manier Georg Wilsberg, der seit 1995 mehr oder weniger regelmäßig im ZDF ermittelt und nicht selten selbst ins Visier der Polizei gerät. „Und die Toten lässt man ruhen“, hieß sein erster Fall, geschrieben von Jürgen Kehrer, der mit den Wilsberg-Romanen den Anstoß gab.
Ort des Geschehens ist Münster. Die Stadt ist stolz darauf und bietet seit 2003 Führungen an, während der man innerhalb von 90 Minuten die wichtigsten Schauplätze der Detektiv-Reihe gezeigt bekommt. Der Dreh- und Angelpunkt, in dem so manche Ermittlung beginnt, ist das Antiquariat des Privatdetektivs an der Frauenstraße. Dabei war Georg Wilsberg, in der Pilotfolge gespielt von Joachim Król, danach von Leonard Lansink, einst Rechtsanwalt. Seit er seine Zulassung verlor, steht er als Antiquar und Detektiv ständig kurz vor der Pleite.
Der feste Personenkreis der Serie ist überschaubar. Das macht es auch für den Zuschauer einfacher. Zum einen gibt es den Freund. In den ersten 14 Folgen war es Manfred Höch (Heinrich Schafmeister). Danach übernahm Ekkehard „Ekki“ Talkötter (Oliver Korittke) die Rolle des Kumpels, der dem Detektiv ständig sein Auto leihen darf. Mit dabei sind auch Alex Holtkamp (Ina Paule Klink) als Pflegetochter sowie Anna Springer (Rita Russek) und Overbeck (Roland Jankowsky) von der Polizei. Geprägt sind die Geschichten zum Teil von Spannung, viel mehr aber von Humor.