Privatdetektive brauchen einen guten Riecher. Im übertragenen Sinne heißt das nicht mehr und auch nicht weniger, als dass ein Detektiv sich auch mal auf seinen Instinkt verlassen können muss. Dass es durchaus auch wörtlich gemeint sein kann, hat kürzlich ein Ladendetektiv bewiesen. Er hatte, wie es sein Job verlangt, ein Auge auf die Kunden und nahm dabei Witterung auf.
Ein 33jähriger Mann, der dem Detektiv seit Betreten des Geschäftes aufgefallen war, hatte einen merkwürdigen Duft an sich. Gut, es gibt viele Parfüms und Rasierwasser, die gewöhnungsbedürftig sind. Aber es war nicht der Hauch von Vanille, Moschus oder Weihrauch, die der Kunde verströmte. Das, was sein Riechorgan dem Gehirn meldete, erinnerte den Kaufhausdetektiv in Krefeld mehr an etwas, das man rauchen kann: Marihuana.
So verständigte er die Polizei und behielt derweil den Kunden im Blick. Als die Beamten eintrafen und den 33jährigen baten, seinen Rucksack zu öffnen, kam ans Tageslicht, was der Detektiv gerochen hatte. 1000 Gramm des Rauschmittels holten die Polizisten aus der Tasche. Gekauft hatte der Mann den Stoff in Venlo. Jetzt laufen die Ermittlungen gegen ihn, denn für den Eigenbedarf ist es etwas viel. Der Detektiv darf sich freuen. Auf seine Nase kann er sich jedenfalls verlassen.