Scheidungen verlaufen nicht immer in geordneten Bahnen und es wird mit harten Bandagen gekämpft. Gerade, wenn es um das Sorgerecht für die Kinder geht, zeigen sich die Eltern uneinig. Manchmal geht es soweit, dass der Elternteil ohne Sorgerecht, meist der Vater, sich mit dem Kind im In- und oft auch ins Ausland absetzt. Gründe dafür liegen im Glauben oder im verletzten Stolz. In einer solchen Situation kann der Staat dank der Haager Konvention zwar helfen, doch es dauert, ist mühsam und nur bedingt von Erfolg gekrönt.
Eine Detektei hat die Möglichkeit, effektiver zu arbeiten, geht es um die Kindesrückführung. Zugute kommen den Privatermittlern in solchen Fällen internationale Kontakte, die über Jahre aufgebaut wurden. Viele Detektive arbeiten mit Partnern zusammen, die das entführte Kind im entsprechenden Land aufspüren. Die minutiöse Planung gehört bei der Rückführung von Kindern zum A und O. Wichtig ist dabei nicht nur, wo und bei wem sich das Kind aufhält, sondern der gesamte Tagesablauf. Geht es zur Schule, wo spielt der Junge oder das Mädchen, wer passt auf das Kind auf? Anhand dieser Information kann ein Plan erarbeitet werden. Dabei muss sehr vorsichtig vorgegangen werden, damit Aufsichtspersonen keinen Verdacht schöpfen.
Der Detektiv muss abschätzen, welche Situation am besten dazu geeignet ist, das Kind in Gewahrsam zu nehmen, ohne Gefahr zu laufen, sofort entdeckt zu werden. Häufig klappt das nur mit einer Vertrauensperson, um das Kind nicht zu verschrecken. Von dem Zeitpunkt an, da der Privatermittler das Kind hat, muss alles sehr schnell gehen. Am besten ist es, wenn niemand etwas von der Aktion mitbekommt, damit Detektiv, Kind und vielleicht eine Person des Vertrauens sich umgehend in den nächsten Flieger setzen können.