Der Fingerabdruck verrät den Täter

Die Fingerabdrücke eines Menschen sind einmalig und unverwechselbar. Die Technik macht sich die Linien und Windungen beispielsweise zunutze, indem Zugangssysteme auf den Abdruck des Daumens oder Zeigefingers geeicht werden. Bei der Polizei helfen sie, Verbrecher dingfest zu machen. Alleine im vergangenen Jahr hat das Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen über 2.100 Treffer landen und damit Sexualverbrechen, Tötungsdelikte und Einbrüche aufklären können. Trotz der DNA-Analyse bleiben Fingerabdrücke bei der Ermittlung up to date. Als Hilfe dient den Beamten der Polizei dabei eine bundesweite Datenbank, in der die Fingerabdrücke von 3,2 Millionen Menschen registriert sind.

Daktyloskopie nennt sich das Verfahren, mit dem eine Person anhand des Fingerabdrucks oder genauer der Papillarlinien identifiziert werden kann. Privatdetektiven ist diese Technik nicht fremd, allerdings kommt sie eher selten zum Einsatz. Da Detekteien keinen Zugriff auf die zentrale Datenbank haben und nur im konkreten Verdachtsfall ermitteln, ist es für sie aufwändiger, entsprechende Vergleiche anzustellen. Grundlage dafür ist zumindest ein Fingerabdruck, der gesichert werden kann, ob nun auf einem Brief, an einer Fensterscheibe oder dem Firmentresor. Hilfsmittel wie Pinsel und Pulver gibt es im Fachhandel. Allerdings hat sich auch in den Kreisen der Industriespione und Verbrecher herumgesprochen, dass es (Gummi-)Handschuhe gibt.

Mit diesem einen oder vielleicht auch mehreren Fingerabdrücken ist es allerdings noch nicht getan. Es fehlen Vergleichsstücke. Dazu sollte der Kreis der Verdächtigen nicht allzu groß sein. Denn einen Fingerabdruck zu sichern, kann sich von Fall zu Fall als schwer erweisen. Fragmente oder verwischte Abdrücke reichen für eine eindeutige Zuordnung nicht aus. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, wenden sich Privatdetektive für den Vergleich häufig an einen Gutachter, der sich in den Feinheiten der Daktyloskopie auskennt, um eine vor Gericht verwertbare Analyse zu erhalten.

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