Stalking ist ein Problem, von dem längst nicht mehr nur Prominente betroffen sind. Stalker verfolgen ihre Opfer auf Schritt und Tritt, schicken Blumen, schreiben offene oder anonyme Briefe, rufen an und lassen nicht locker. Was anfangs vielleicht wie eine harmlose Schwärmerei aussieht, artet nach und nach aus, weil man keine ruhige Minute mehr hat. Schenkt man dem Stalker keine Aufmerksamkeit mehr oder macht sich über ihn lustig, wird aus Liebe schnell Hass. Ein Thema, mit dem sich zunehmend auch Privatdetektive befassen müssen.
Laut Gesetzgeber handelt es sich bei Stalking um beharrliche Nachstellungen und die sind seit dem 31. März 2007 strafbar. Betroffen von derlei Attacken sind in der Regel Frauen. Sie machen 80 Prozent der Stalking-Opfer aus, von denen es in der Bundesrepublik grob geschätzt rund 495.000 gibt. Sie leiden vor allem psychisch, was sich auf Dauer in Schlafstörungen, Unruhe bis hin zu Depressionen bemerkbar macht. Statt sich an einen Detektiv oder die Polizei zu wenden, gehen viele lieber zum Therapeuten.
Ein Privatermittler kann ganz gezielt nachforschen, wer hinter Briefen, Blumen oder Anrufen steckt und dem Spuk ein Ende bereiten. Dazu müssen sich die Opfer nur trauen und aus ihrer Deckung kommen. Denn Stalker lassen so schnell nicht locker. Fast ein Viertel der Fälle zieht sich über ein Jahr hin. Und die Gefahr, dass der Stalker tätlich wird, steigt. Ein geschulter Detektiv kann einschätzen, ob die Stimmung umschlägt und entsprechend reagieren.