Der Kugelschreiber gehört zu den beliebtesten Werbegeschenken. Er ist günstig in der Herstellung, praktisch im Gebrauch und bei den meisten gehört er zu den ständigen Begleitern. Dass ein solcher Stift weit mehr kann als nur eine blaue, rote oder schwarze Paste auf Papier zu bringen, damit man seine Gedanken aufschreiben oder wichtige Hinweise notieren kann, beweist das Modell mit Minisender. Von außen Kugelschreiber, von innen feinste Technologie im Miniformat, mit der sich vertrauliche Gespräche abhören lassen.
Ein kleines Manko gibt es allerdings: Die Batterie ist nicht sonderlich leistungsstark. Sie macht nach rund vier Stunden schlapp und ist damit nicht für den Dauereinsatz geeignet. Und da die Mine zugunsten des Senders etwas kleiner ausfällt und entsprechend eher den Geist aufgibt, sieht man die Knopfzelle und die Bauteile spätestens, wenn man die Mine wechseln möchte anstatt den kompletten Kuli zu entsorgen. Dafür hat die Technik es in sich. Selbst, wenn der Stift auf dem Schreibtisch liegt und die Gesprächspartner einige Meter davon entfernt stehen, wird jedes Wort klar übertragen. Das Mikrofon ist so fein justiert, dass auch Flüstern wenig nützt. Das gilt für einen Bereich von bis zu 100 Quadratmetern.
Um die Gespräche mithören oder mitschneiden zu können, bedarf es eines Scanners, der überall im Elektrofachhandel gekauft werden kann. Der Sender arbeitet in einem Bereich von 350 bis 460 MHz und kann – abhängig von der Umgebung – bis zu 400 Meter weit übertragen. Eine Richtantenne am Scanner kann diesen Wert verdoppeln. Für erfahrene Ermittler und Sicherheitskräfte, die über die nötigen Detektoren verfügen, dürfte es jedoch ein Leichtes sein, den Sender zu finden, wenn er aktiv ist.