Von kleinen Fischen und bissigen Dieben

In Neustadt an der Donau haben die Kaufhaus- und Ladendetektive viel zu tun, hat es den Anschein. In einem aktuellen Bericht der örtlichen Polizei werden gleich drei Einsätze von Detektiven aufgelistet. Richtig große Fische sind dabei nicht ins Netz gegangen. Der höchste Schaden lag bei 13,98 Euro. In allen drei Fällen werden die Kosten für die Anzeige die der entwendeten Gegenstände deutlich übersteigen.

Interessant ist an den Polizeiberichten vor allem, dass sie eines ganz deutlich zeigen: Ladendiebstahl kennt keine (Alters-)Grenzen. Dienstags hielt eine Siebenjährige den Detektiv eines Kaufhauses auf Trab. Sie steckte sich künstliche Fingernägel für 11,95 Euro in die Tasche. Sie wurde angehalten, auf die Tat angesprochen und sollte mit ins Büro kommen. Nach wenigen Schritten nahm das Mädchen jedoch Reißaus und konnte fliehen. Nicht ganz so schnell war die 67jährige, die einen Tag später in einem Kaufhaus des Diebstahls überführt wurde. Sie wollte ohne zu zahlen an der Kasse vorbei und wurde angesichts eines Schadens von 9,99 Euro angezeigt. Einsichtig zeigte sich ein 27jähriger. Er hatte es zwar geschafft, den Laden zu verlassen, wurde aber aufgehalten und kam freiwillig mit. Bei ihm ging es um ein Radio und ein wenig Kosmetik für 13,98 Euro.

Während die Neustädter Detektive ihre Arbeit als Routine bezeichnen konnten, hatte es einer ihrer Kollegen in München mit einem wahrlich bissigen Jungen zu tun. Der 19jährige, der eine Videokamera in seine Hose verstecken wollte, biss dem Kaufhausdetektiv in den Finger und wollte flüchten. Da der Täter polizeibekannt ist und als Intensivtäter gilt, landete er direkt in der Haftanstalt.

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