Lippenstift auf dem Hemdkragen, verdächtige Kurznachrichten auf dem Mobiltelefon und der Duft eines anderen Parfüms lassen hellhörig werden. Der Verdacht, der Partner oder die Partnerin geht fremd, drängt sich angesichts dieser Indizien schnell auf. Jemanden in flagranti beim Seitensprung zu erwischen, wäre zwar der beste Beweis für die Vermutung. Sich selbst auf die Lauer zu legen, wäre allerdings recht aufwändig und zumeist auch auffällig. Wenngleich das Thema Seitensprung nur noch selten der Grund für einen Auftrag ist, gehört es nach wie vor zum Arbeitsalltag eines Detektivs. Er soll dem vermeintlich untreuen Partner auf die Schliche kommen und für Klarheit sorgen.
Um die Arbeit des Privatdetektiv nicht zu erschweren, sollte man mit seinem Verdacht noch hinter dem Berg halten, sich nichts anmerken lassen und abwarten, auch wenn es schwer fällt. Anderenfalls wäre der Partner respektive die Partnerin gewarnt und ging noch vorsichtiger zu Werke oder macht eine längere Seitensprung-Pause. Dann brächte auch eine Observation keine brauchbaren Ergebnisse, sondern würde nur ein Abbild des normalen Tagesablaufes widerspiegeln. Selbst, wenn die Zielperson keine Ahnung von dem Verdacht hat, kann es längere Zeit dauern, bis ein Beweis vorliegt.
Hilfreich für den Detektiv ist es dabei, wenn er das Handy der Person untersuchen kann, um Nummern zu identifizieren oder schon gelöschte Nachrichten wiederherzustellen. Auch ungewöhnliche Termine und Zeiten, zu denen der Partner nicht erreichbar ist, oder ein verändertes Verhalten dienen als Anhaltspunkte. Allerdings: Man sollte nicht gleich jede Spur als Anzeichen für einen Seitensprung werten. Vieles lässt sich auch auf andere Weise erklären. Wenn sich die Verdachtsmomente jedoch häufen, haben Detektive weitaus mehr Möglichkeiten, sie auszuwerten.