Der Elektro-Pick macht dem Dietrich Konkurrenz

Mit dem richtigen Werkzeug dauert es nur wenige Sekunden, bis eine Tür geöffnet ist. Wenn TV-Privatdetektive ermitteln, haben sie immer einen Dietrich dabei. Dann vergehen nur wenige Sekunden, wird ein wenig gepfriemelt und das Schloss ist geknackt. Das sieht sehr einfach aus – wird es mit ein wenig Übung und Fingerspitzengefühl sicher auch sein – ist allerdings höchst illegal und erfüllt den Tatbestand des Hausfriedensbruchs. Eine Ausnahme besteht, wenn der Kunde den Detektiv bittet, die eigene Tür zu öffnen – vielleicht weil man den Schlüssel verloren oder vergessen hat.

Utensilien, die bei solchen Aufgaben helfen, gibt es im Fachhandel zuhauf – wohlgemerkt nur für den Hausgebrauch oder man arbeitet bei einem Schlüsseldienst. Der Klassiker schlechthin ist das Dietrich-Set, das auch als Profi-Pickset bezeichnet wird. Der Umgang mit den Picks und Spannern, die insbesondere bei engen Zylinderschlössern zum Einsatz kommen, verlangt allerdings Geschick. Zudem muss man genau wissen, welcher Dietrich für welches Schloss in Frage kommt. Hergestellt werden die Werkzeuge aus Federstahl, damit sie auch stabil genug sind und nicht gleich beim ersten Einsatz verbiegen oder zerbersten.

Wesentlich einfacher und auch schneller geht es mit dem Elektro-Pick, der ebenfalls keine Beschädigungen verursacht. In der Werbung für die nicht ganz billigen Werkzeuge – sie kosten rund 300 Euro – heißt es, sie öffnen fast alle Schlösser, vom einfachen Vorhängeschloss bis zum Scheibenzuhaltungs- oder Stiftzylinder. Perkussionsprinzip nennt sich das Verfahren, mit dem der Elektro-Pick arbeitet. Es sorgt für eine extrem hohe Schlagfrequenz. Geliefert werden die Geräte mit verschiedenen Aufsätzen, die an einen normalen Dietrich erinnern. Teilweise wird auch gleich eine Anleitungs-DVD mitgeschickt.

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