Unterhaltszahlungen führen immer wieder zu Streitigkeit. Entweder versuchen Väter mit allen Mitteln, sich ihrer Pflicht zu entziehen und tauchen unter, oder sie zahlen und vermuten, dass der mittlerweile volljährige Nachwuchs ein eigenes Einkommen hat und sie nicht mehr in der Pflicht sind. Beides ist ärgerlich. Auf der einen Seite werden Mutter und Kind betrogen, auf der anderen Seite dem Vater das Geld aus der Tasche gezogen. Aufgabe des Detektivs ist es dann, die Adresse des „Rabenvaters“ zu ermitteln bzw. Beweise dafür zu liefern, dass die Unterhaltspflicht erloschen ist.
Den neuen Aufenthaltsort einer Person ausfindig zu machen, gehört zu den typischen Aufträgen, mit denen Kunden an Privatdetektive herantreten. Das betrifft den Unterhalt, ebenso Schulden, wenn der Gläubiger den Schuldner nicht mehr erreichen kann. Dazu werden Datenbanken herangezogen, die Nachbarn befragt, vielleicht auch der (ehemalige) Arbeitgeber aufgesucht. Ganz ohne Spuren zu hinterlassen verschwindet niemand von der Bildfläche. Schwierig wird es, wenn die betreffende Person das Land verlassen hat. Einige Väter gehen soweit, dass sie ganz auswandern wie eine Reportage der ARD belegt. Damit erhöht sich der Aufwand, die betreffende Person zu finden und sind Kontakte im Ausland nötig.
Auf der anderen Seite sind es die Väter, die zahlen, obwohl sie gar nicht mehr müssten. In solchen Fällen ist es erheblich einfacher, die benötigten Informationen zu besorgen. Zum einen steht die Adresse fest. Zum anderen handelt es sich um eine ganz normale Observation wie sie auch bei Schwarzarbeit erfolgen würde. Welchen Wert die Beweise haben, wenn sich herausstellt, dass beispielsweise einer Arbeit nachgegangen wird, sollte mit einem Anwalt abgeklärt werden. Dazu ist das Unterhaltsrecht zu kompliziert. Die Detektei liefert lediglich die Fakten.