Kooperation vom Bund Deutscher Detektive mit Lidl

Im Bemühen um verbindliche Qualitätsstandards im Detektivgewerbe geht der Bund Deutscher Detektive (BDD) einen Weg, den man dem Verband kaum zugetraut hätte. Die Mitglieder haben dem wiedergewählten Präsidium im Rahmen der 59. Jahreshauptversammlung in Köln grünes Licht gegeben, das Kooperationsangebot der Firma Lidl anzunehmen. Eine entsprechende Vereinbarung liegt bereits vor und wird vom BDD akzeptiert.

Die Eckpunkte des Kooperationsvertrages sehen vor, dass der Discounter in die Reihe der Mitglieder des Bundesverbandes aufgenommen wird. Lidl ist dann zahlendes Fördermitglied des BDD. Als solches übernimmt der Konzern unter anderem die Aufgabe, den Verband öffentlichkeitswirksam im Bestreben um mehr Qualität bei der Arbeit und Ausbildung von Detektiven zu unterstützen. Für Lidl heißt das gleichzeitig, nur noch Privatermittler zu engagieren, die sich an den Standards des BDD orientieren und somit auf einer rechtlich einwandfreien Basis agieren. Damit sich die zuständigen Mitarbeiter besser auf die Einsätze von Detekteien einstellen können und wissen, wie die neuen Sicherheitskonzepte umgesetzt werden, nutzt Lidl die Fortbildungsangebote des BDD. Die Angestellten werden damit nicht zu hauseigenen Detektiven, sondern erhalten das Grundwissen für eine solide Zusammenarbeit. Der Bund Deutscher Detektive steht im Gegenzug beratend zur Seite, wenn es darum geht, im Rahmen des Sicherheitskonzeptes auch Ermittler zu integrieren.

Diese Kooperation soll den Anstoß für andere Unternehmen geben, sich ebenfalls für verbindliche Qualitätsstandards stark zu machen. In diesem Zusammenhang weist der BDD darauf hin, dass in Frankreich nun ein dreijähriges Universitätsstudium verlangt wird, um den Beruf des Detektivs ausüben zu dürfen. Ähnlich wird bereits in Spanien verfahren.

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