Archiv für Juli 2008

Begleitschutz sorgt für mehr Sicherheit

Montag, 07. Juli 2008

Prominente haben sie immer um sich: Leibwächter und Personenschützer. Sie bewachen das Anwesen, halten allzu aufdringliche Fans fern und das nach Möglichkeit, ohne großes Aufsehen zu erregen. Auch die Nationalmannschaften haben sich während der Fußballeuropameisterschaft abgesichert und dafür gesorgt, dass die Spieler in Ruhe trainieren und ihre Freizeit genießen konnten. Angeboten wird Begleitschutz auch von gut ausgebildeten Detektiven. Die Klientel steht nicht zwangsläufig im Rampenlicht und muss rund um die Uhr beschützt werden. Vielmehr geht es darum, für einen Tag oder ein paar Stunden die Sicherheit zu erhöhen.

Beispiele hierfür gibt es genug. Für den Kauf eines Autos werden mehrere tausend Euro in bar vom Konto abgehoben. Sonderlich sicher fühlt sich niemand mit einer größeren Summe Bargeld in der Brieftasche. Ein Privatdetektiv kann den Kunden von der Bank bis nach Hause oder direkt zum Händler begleiten. Das trifft auch für den Kauf von Wertgegenständen zu, etwa bei einer Auktion, im Kunsthandel oder bei einem Juwelier. Immer dann, wenn man das Gefühl hat, es ist besser, nicht alleine oder nur mit dem Ehepartner- oder Geschäftspartner unterwegs zu sein. Kurzum: Ist das Sicherheitsbedürfnis angesichts einer besonderen Situation oder aufgrund der persönlichen Stellung erhöht, ist der Begleitschutz durch die Mitarbeiter einer Detektei eine Möglichkeit, sich abzusichern.

Wie genau der Begleitschutz organisiert wird, lässt sich bis ins Detail im Rahmen eines Gesprächs mit den Ermittlern klären. Sind die Detektive dazu befugt, eine Waffe zu tragen, kann auch ein bewaffneter Begleitschutz vereinbart werden. Ob die Bewachung für jeden sichtbar oder verdeckt erfolgt, ist situationsbedingt. Möglich ist auch, beides mit einer zu kombinieren. Während ein oder zwei Mitarbeiter direkt „am Kunden“ sind, arbeiten ihre Kollegen mit einem gewissen Abstand, um im Zweifelsfall sofort eingreifen zu können.

Sicherheitstechnik boomt

Donnerstag, 03. Juli 2008

Überwachungstechnik ist gefragt wie nie. Der Zentralverband Elektrotechnik (ZVEI) geht in diesem Jahr von einem Gewinnzuwachs in Höhe von rund vier Prozent aus. Kunden sind neben der Sicherheitsindustrie, Detektiven und Unternehmen auch Personen, die gerne alles unter Kontrolle oder einfach nur Angst haben. Die Angebotspalette reicht vom Brandmelder bis hin zur modernen Videoüberwachung samt mehreren Kameras und digitalem Speicher. Präsentiert werden viele der Geräte im Rahmen der Sicherheits-Messe, die im Oktober in Essen ihre Pforten öffnet. Das, was die meisten wünschen, wird dort allerdings nicht zu sehen sein: Abhörgeräte.

Sie gehören wie Technik, die sich im Halblegalen bewegt, zu den absoluten Rennern. Der Zentralverband distanziert sich von diesen Geschäften und sagt. „Damit haben wir nichts zu tun.“ In den einschlägigen Shops sieht man das nicht ganz so eng. Dort gehört Abhörtechnik wie selbstverständlich zum Sortiment und wird auch eifrig angepriesen. Die Läden und Versandhändler bieten Wanzen in allen Größen, für alle Einsatzorte und mit unterschiedlichster Leistung an. Ob 900 Euro oder günstiger hängt ganz vom Budget ab. Einige finden in Handys Platz, andere erlauben, auch durch Beton mitzuhören.

Der Einsatz von Abhörtechnik ist in Deutschland weitgehend verboten. Die meisten Wanzen dürften offiziell also gar nicht genutzt werden. Was der Kunde mit den Geräten macht, ist nicht Sache des Verkäufers. Er muss nicht kontrollieren, was mit seiner Ware passiert, ob sie ins Ausland geht und reimportiert wird oder später dazu genutzt wird, den Nachbarn zu belauschen. Der Verfassungsschutz rechnet mit rund einer Millionen Wanzen, die in Privatbesitz sind. Hergestellt werden sie nur von wenigen Firmen, die sich allerdings im Hintergrund halten. Hinzu kommen Bastler, die sich privat ein paar Euro damit verdienen. Ein Großteil der Technik dürfte allerdings aus Fernost stammen. Deutsche Unternehmen, die in Sicherheitstechnik machen, verdienen ihr Geld lieber mit legalen Systemen und haben damit großen Erfolg.

Produktpiraterie schadet der Wirtschaft

Dienstag, 01. Juli 2008

Wer sich am Strand für ein paar Euro ein Polohemd mit Krokodil-Emblem kauft, das sich nach zwei Waschgängen löst, oder eine Luxus-Uhr, deren Sekundenzeiger laut tickt statt leise zu schleichen, sollte sich nicht wundern. Den meisten ist durchaus bewusst, dass sie sich eine Fälschung zugelegt haben. Sie wissen auch, dass es am Zoll zu Problemen kommen könnte. Denn der Schaden, der durch Produkt- und Markenpiraterie entsteht, ist enorm. Viele der betroffenen Firmen lassen demonstrativ die gefälschte Ware zerstören. Entdeckt wird sie immer öfter von Detektiven, die damit beauftragt werden, Händler, Lieferanten und Hersteller dingfest zu machen.

Produktpiraterie ist ein Übel, das längst auch die kleineren Unternehmen trifft. Sie investieren viel Zeit und Geld in die Entwicklung von Produkten oder Designs und müssen sich damit auf einem riesigen Markt behaupten. Werden die Produkte einfach nachgeahmt und aufgrund des geringeren Aufwandes günstiger verkauft, ziehen sie den Kürzeren. Das reicht von der Handtasche und Kleidung über Werkzeuge und Maschinen bis hin zur Elektronik. Besonders gefährlich sind Fälschungen von Autoersatzteilen. Sie haben schon zu tödlichen Unfällen geführt. Aufgabe der Detektei ist es, Anhaltspunkte zu finden. Dazu werden in der Regel Testkäufe durchgeführt. Die geschulten Ermittler wissen, auf welche Details sie achten zu haben. Das sind teilweise nur minimale Abweichungen in der Schrift oder auf der Verpackung.

Je nach Auftrag werden im Anschluss an einen Fund auch die Hintermänner ermittelt. Dazu haben die Detektive zwei Alternativen. Entweder sie observieren das Geschäft bzw. den Versandhandel – viele Fälschungen werden online verkauft oder versteigert – oder sie schleusen sich ein und stellen die nötigen Kontakte her. Das gesamte Vorgehen, vom ersten Kauf bis zu den möglichen Treffen wird dokumentiert, damit gerichtsverwertbare Beweise vorliegen, die in einer Anzeige oder dem Eingreifen der Polizei münden.