Archiv für August 2008

Jobportal für die Bereiche Security & Safety

Samstag, 30. August 2008

Der Beruf des Privatdetektivs gilt für viele nach wie vor als absoluter Traumjob. Viele vergessen dabei gerne, dass es sich um harte Arbeit handelt, die nicht nach acht Stunden an der Stechuhr endet. Wer sich nicht davon abschrecken lässt, hat nur noch ein Problem: Eine Stelle zu finden. Auf eine Anzeige in der Tageszeitung, „Detektiv-Lehrling“ gesucht, darf man nicht hoffen. Auch eine gesetzlich geregelte Ausbildung gibt es nicht, höchstens Kurse, um sich die nötige Qualifikation anzueignen. Das heißt: Es ist relativ schwierig, einen Fuß in die Tür zu bekommen, wenn man sich nicht gerade mit einer Detektei selbständig machen möchte. Ein neues Jobportal – secjobs – von der CSO Group INTERNATIONAL soll es jetzt einfacher machen, eine Arbeit in der Sicherheitsbranche zu finden.

„Security & Safety“ nennt sich der Bereich, auf den sich das Portal konzentriert. Das Personalvermittlungsunternehmen mit Fokus auf die Sicherheit in Firmen und Konzernen weiß aus jahrelanger Erfahrung, dass es immer schwerer wird, qualifiziertes Personal zu finden. „Es war oft die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen“, heißt es in der Pressemitteilung. Bisher sei kein einziges Stellenportal auf die speziellen Bedürfnisse der Sicherheitsbranche zugeschnitten gewesen. Mit secjobs.de habe die CSO Group INTERNATIONAL diese Lücke jetzt geschlossen.

Für Arbeitgeber besteht die Möglichkeit, kostengünstig Angebote zu schalten. Arbeitssuchende können die Annoncen in Ruhe studieren und dabei zwischen verschiedenen Rubriken wählen. Gegliedert ist das Portal in Unternehmenssicherheit, Sicherheitsdienst, Sicherheitsberatung, Sicherheitstechnik, Detektei, IT-Sicherheit und Sonstiges. Um schneller passende Ergebnisse angezeigt zu bekommen, lassen sich zusätzlich Land (Österreich, Deutschland, Schweiz, Europa, International) sowie Postleitzahl eingeben. Und tatsächlich: Wer als Privatermittler tätig werden will, findet aktuell sogar eine Stelle, allerdings nur in der Schweiz. Arbeitgeber wäre ein Versicherungsunternehmen.

Ladendetektiv hält seinen Kasten sauber

Mittwoch, 27. August 2008

Wenn in einem kleineren Ort wie Hammelburg im Landkreis Bad Kissingen die Polizei mehrmals am Tag zu einem Verbrauchermarkt fährt, sollte das auffallen und jenen zu denken geben, die vorhaben, mehr aus dem Laden zu tragen als später auf dem Kassenzettel steht. Aber nein, offensichtlich hat sich die Präsenz der Ordnungshüter dort nicht herumgesprochen. Am Endes des Tages hieß es: Null Treffer für die Ladendiebe und drei Mal voll ins Eck für den Privatdetektiv, der sich seinen Feierabend am Samstag redlich verdient hatte.

Während der Morgen noch relativ ruhig verlief und der Ladendetektiv sich bequem zurücklegen und seine Augen offen halten konnte, bliesen die Langfinger am Nachmittag zum Angriff. Dem Detektiv, bemüht, seinen Kasten sauber zu halten, entging allerdings kein Hackentrick und auch die Abseitsfalle funktionierte nicht so recht. Ein 16jähriger versuchte es als Erster. After-Shave wollte er haben, aber nicht bezahlen. Jetzt wird der Rasurbrand etwas heftiger ausfallen, nachdem Strafanzeige gegen ihn erstattet und ein Hausverbot ausgesprochen wurde.

Kaum erholt, musste sich der Kaufhausdetektiv schon dem nächsten Gegner stellen. Eine 50jährige Frau versuchte mehr oder weniger geschickt, mit einem Bekleidungsstück an ihm vorbei den Laden zu verlassen. Auch sie stand nachher auf der Seite der Verlierer und mit ihren Personalien auf dem Block der herbeigerufenen Polizeibeamten. Den letzten Vorstoß unternahm eine 16jährige. Sie machte es dem Detektiv relativ leicht. In der Spirituosen-Abteilung fiel sie ohnehin auf. Der Griff zum Wodka wurde ihr dann zum Verhängnis. Wie schon Kandidat Nummer eins erwartete sie in der heimischen Kabine bei den Eltern, die direkt von der Polizei informiert wurden, ein derbes Donnerwetter.

Spione aus dem Land der Mitte

Samstag, 16. August 2008

China genießt bei Schweizer Unternehmen keinen sonderlich guten Ruf. Das Land der Mitte, aktuell dank der Olympischen Spiele im Blickpunkt der Welt, versucht mit allen Mitteln an geheime Daten und Informationen zu gelangen. Der Vorwurf der Spionage wird mittlerweile nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand laut, sondern ganz offen in einer Broschüre thematisiert. Sie richtet sich ausschließlich an Firmen und wird angesichts der Brisanz sehr vertraulich behandelt. Herausgegeben wurde sie vom Dienst für Analyse und Prävention, dem Schweizer Nachrichtendienst.

Dabei hüten sich die Eidgenossen, Ross und Reiter der Spionageaktivitäten beim Namen zu nennen. Klar und jedem bewusst ist, dass China in der Liste der Verdächtigen einen Spitzenplatz einnimmt. Offiziell ließ das Bundesamt für Polizei in seinem Bericht zur inneren Sicherheit nur verlautbaren, dass Aktivitäten der Nachrichtendienste eines asiatischen Landes zunehmen. Dabei agierten die Dienste zunehmend „unter dem Schutz diplomatischer Immunität“. Das geht soweit, dass Diplomaten sich erst mit Unternehmern anfreunden und sie dann zu Joint Ventures drängen. Das Ziel, das sie damit verfolgen: Sie wollen sich das Know-how der Firmen aneignen. Ähnliche Szenarien spielten sich auch in Deutschland ab. Der Verfassungsschutz schreibt dazu: „China nutzt zur Informationsbeschaffung seine diplomatischen Vertretungen.“

Dass die chinesischen Wirtschaftsspione auch weit weniger subtil vorgehen, beweist folgender Fall: Per Telefon meldet sich ein vermeintlich wichtiger Kunde und bittet mit Nachdruck um ein dringendes Dokument. Um den Kunden nicht zu verärgern, werden die Informationen gefaxt. Dass sie in falsche Hände gelangten, merken die Unternehmen recht schnell, nur leider zu spät. An „Personal“ mangelt es den Nachrichtendiensten aus China nicht. Ein Dissident zeichnete vor knapp zwei Jahren ein recht umfangreiches Bild von den Aktivitäten. Jeder, der ins Ausland dürfe, stehe in der Schuld der Partei und revanchiere sich als Spitzel, ob nun Student oder Geschäftsmann. Werden die Spione nicht vor Ort aktiv, sitzen sie am PC und betätigen sich als Hacker, um so an Informationen zu gelangen.