Das Detektivgewerbe boomt – zumindest in Österreich. Arbeitsplätze im Geschäft mit der Sicherheit gelten dank steigender Kriminalitätsrate, der Privatisierung des Sicherheitsgewerbes und dem Rückzug der Behörden aus vielen Bereichen als krisensicher. Arbeitssuchende haben in der Alpenrepublik daher beste Chancen, von den vollen Auftragsbüchern der Detekteien zu profitieren. Dazu müssen sie an der Ausbildung zum Berufsdetektiv-Assistenten teilnehmen und sich die nötigen Grundkenntnisse aneignen. Der nächste Kursus, auf den der Österreichische Detektiv-Verband aktuell hinweist, beginnt am 7. Oktober.
Angeboten wird die professionelle Ausbildung durch den Europäischen Detektiv-Verband. Es handelt sich dabei um einen Grundkursus, der sich aus vier Modulen zusammensetzt, die auf Theorie und Praxis bauen. Die Dozenten sind allesamt Profis in ihrem Bereich, ob nun Kriminologie, Kriminalistik und Forensik, Ermittlungstaktik, Observation, Waffenkunde, Selbstverteidigung, IT-Security, Satellitenortung oder Befragungs- und Gesprächstechnik. Die Teilnehmer erhalten somit einen umfassenden Einblick in das Berufsbild des Detektivs. Der österreichische Verband spricht von einem spannenden und abwechslungsreichen Job, der auch in Milieus führe, mit denen man sonst nicht in Kontakt käme. „Das letzte legale Abenteuer in einer zivilisierten Gesellschaft“, so einer der Absolventen.
Um an der Ausbildung teilnehmen zu dürfen, ist kein bestimmter Schulabschluss nötig, wohl aber ein einwandfreier Leumund und der Führerschein B. Das Rüstzeug, das die Kandidaten mit auf den Weg bekommen, ist zwingend nötig für den Beruf. Denn in Österreich haben Berufsdetektive weitreichende Befugnisse, die vom Personenschutz bis zur Erhebungen bei strafbaren Handlungen reichen. Damit übernehmen sie eine verantwortungsvolle Aufgabe, für die Fachwissen unabdingbar ist. Wer ausschließlich als Kaufhausdetektiv arbeiten möchte, für den wird ein Spezialkursus angeboten. Er erstreckt sich über drei Monate und fängt am 29. September an.