15 Jahre lang muss Anthony Pelicano, in den Vereinigten Staaten bekannt als Privatdetektiv der Stars, ins Gefängnis. Damit wurde jetzt ein Schlussstrich unter das Verfahren gegen den 64-jährigen gezogen. Der Ermittler hatte immer wieder zu illegalen Methoden gegriffen, um Ergebnisse präsentieren zu können. Dabei schreckte er auch nicht davor zurück, Telefongespräche abzuhören oder Journalisten zu bedrohen. Über 70 Fälle waren gegen Pelicano anhängig, in denen die Jury ihn schon vor Monaten für schuldig befand. Prominenteste Opfer des Detektivs sind Gary Shandling und Sylvester Stallone.
Während der Mann nun hinter schwedische Gardinen wandert, sorgt seine Frau für Schlagzeilen. Die Familie Pelicano scheint das Rampenlicht zu genießen. Anders lässt sich nicht erklären, warum Kat Pelicano und ihre drei Töchter Alana, Tori und Josi mit Unterstützung von Zoo Productions eine Reality-Serie drehen. In den Hauptrollen die vier Damen, die versuchen, in die Fußstapfen des Ehegatten bzw. Vaters zu treten und eine Detektei aufzubauen. Den Grundstock haben sie schließlich – wobei die Kundendatei keinen Cent mehr wert sein dürfte –, ebenso ein paar offene Forderungen vom ehemaligen Brötchenverdiener, die für das nötige Startkapital sorgen sollen.
Die Schritte hin zur eigenen Firma werden in der ersten Staffel thematisiert. Serienexperten sehen das Projekt zwischen „Charlies Angels“ und „Keeping up with the Kardashians“ angesiedelt. Ob es sich verkaufen lässt, muss sich zeigen. Die Werbetrommel wird zwar kräftig gerührt. Angebissen hat bislang noch kein Sender. Dabei hat Kat Pelicano es bitter nötig, dass die Serie gekauft wird. Denn so langsam geht ihr das Geld aus. Auf prominente Hilfe oder Befürworter darf sie nicht hoffen. Dafür hat ihr Mann zu viel verbrannte Erde hinterlassen.