Für Polizisten gehört es zum Alltag, dass sie mahnend den Zeigefinger heben und auf Missstände oder Fehlverhalten hinweisen. Da bleibt es nicht aus, dass hin und wieder auch in Pressemitteilungen wichtige Lektionen erteilt werden. Die Polizei aus Düren beispielsweise weist angesichts des Erfolges eines Kaufhausdetektivs darauf hin, dass Diebstahl sich nicht lohnt. Eine Weisheit, die seit Anbeginn der Menschheit gepredigt wird, aber irgendwie sehr schnell verhallt und von einigen nicht so richtig ernst genommen wird. Die 16jährige, die in Düren mit aufs Revier musste, wird sich den Hinweis nun wohl zu Herzen nehmen – dafür sorgen schon die Eltern, die sie abholen mussten.
In vier Geschäften hatte sich das Mädchen den Fünffingerrabatt eingeräumt und Waren für 140 Euro eingesteckt. An ihrer letzten Station scheiterte sie am Ladendetektiv, der sie beim Diebstahl erwischte. Als sie die Taschen leeren musste, kamen unter anderem sieben Bücher, ein Geo-Dreieck, Badesalz, Make-up und ein süßer Riesenschnuller ans Tageslicht. Damit war sie nicht ganz so „fleißig“ wie eine 16jährige in Hagen, die 35 Kleinteile mitgehen lassen wollte. Begleitet wurde sie von einer 15jährigen Freundin aus Berlin, die zwar von den Diebstählen wusste, aber nicht aktiv beteiligt war. Für den Besuch endete der Ausflug nach Rücksprache mit der Mutter und dem Jugendamt in der Inobhutnahmestelle.
Deutlich aggressiver und uneinsichtiger zeigte sich ein 25jährigen in Essen-Altendorf. Er hatte es auf einen Adapter für knapp 13 Euro abgesehen. Da half es auch nicht, sich während der Tat hinter zwei Fernsehern zu verstecken. Er wurde auf frischer Tat vom Detektiv des Hauses ertappt und rastete im Büro aus, nachdem die Polizei verständigt wurde. Der 1,75 Meter große Mann zog ein Messer, verletzte den Sicherheitsmann und konnte flüchten. Bekannt ist nur, dass er neun Schlüssel und ein Jesusbild an seinem Schlüsselbund hat.