Er hätte es besser wissen müssen. Doch die Aussicht auf 50.000 Franken haben einen Versicherungsdetektiv anscheinend vergessen lassen, dass auch die Kollegen auf Zack sind – schließlich machen sie den ganzen Tag über nichts anderes, als Betrügern auf die Spur zu kommen. So meldete der Mann sein Auto beim eigenen Arbeitgeber, den Basler Versicherungen, als gestohlen, kassierte die Versicherungssumme und ging davon aus, dass alles reibungslos funktioniert. Hat es aber nicht und beweist: Gier frisst Hirn.
Der Spezialist für Gemälde und Schmuck hat bei seiner Aktion vollkommen übersehen, dass die Kfz-Experten der Versicherung dank moderner Technik jederzeit nachweisen können, ob der Schlüssel nach dem vermeintlichen Diebstahl noch einmal benutzt wurde. Möglich macht es eine Black Box im Zündschlüssel neuerer Modelle. Sie speichert jeden Kontakt mit dem Schloss. Daher werden die Schlüssel von der Versicherung eingezogen – für den Fall, dass das Fahrzeug aufgefunden wird.
Genau das ist jetzt passiert. Die Polizei entdeckte den Wagen des Versicherungsdetektivs. Die Kollegen holten den Schlüssel aus dem Lager, glichen ihn mit dem Schloss ab und stellten fest, dass er nach der Anzeige mindestens einmal im Auto steckte. Pech für den Mann. Er wurde von den Basler Versicherungen entlassen und wegen Betruges angezeigt. Das Unternehmen selbst hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert und beruft sich auf den Datenschutz. Eines sollte damit ein- für allemal klar sein: Selbst Profis scheitern beim Versuch, die Versicherung übers Ohr zu hauen.
[...] betrügerischer Versicherungsdetektiv meldete sein Auto bei seinem eigenen Arbeitgeber, der Basler Versicherung, als gestohlen und [...]