„Detektiv bedroht“ oder „Detektiv angegriffen“ sind Überschriften, die man täglich im deutschen Blätterwald findet. Da sticht die Schlagzeile der „Main Post“, „Elektronischer Detektiv enttarnt Ladendieb“, regelrecht ins Auge. Das klingt nach Technik auf höchstem Niveau, hat einen Hauch von Science Fiction und erinnert an die Roboter, die in den Metropolen Müll sammeln und sortieren. Doch der Blick auf die eigentliche Meldung sorgt ganz schnell dafür, dass man wieder auf dem Boden der Tatsachen landet. Gemeint war einfach nur die elektronische Warensicherung, die seit etlichen Jahren in fast allen Kaufhäusern eingesetzt wird. Batterien und eine Geldbörse hatten den Alarm ausgelöst – mehr nicht.
Da sind die Nachrichten über Detektive aus Fleisch und Blut doch weit interessanter. In Laufenburg sah sich ein Ermittler zwei alkoholisierten Jugendlichen gegenüber. Die beiden wollten dem Mann nicht in sein Büro folgen, nachdem sie versucht hatten, ihre Einkäufe an der Kasse vorbei zu schmuggeln. Stattdessen zog einer der beiden ein Messer und drohte dem Kaufhausdetektiv. Gutes Zureden sorgte dafür, dass die Situation nicht eskalierte. Den Rest übernahm die Polizei. Schlechter erging es einem Detektiv in Bayreuth. Er hatte die Langfinger auf frischer Tat ertappt, als sie sechs Flaschen Schnaps einsteckten. Statt nur zu drohen, schlug einer der Diebe auf die Sicherheitsfachkraft ein und floh unerkannt mit seinem Komplizen.