Forensik 2010: Spannender Vortrag für Detektive in Wien

Die forensische Biologie gewinnt im Rahmen der Beweisführung immer mehr an Bedeutung. Einer der Experten auf diesem Gebiet ist der Diplombiologe Dr. rer. medic. Mark Benecke. Da er sich vor allem mit Käfern, Maden und anderem Getier auf Leichen befasst, haben WDR und „stern“ ihm bereits einige mehr oder weniger nette Beinamen verpasst: Madendoktor und „Kommissar Schmeißfliege“.

Nichtsdestotrotz: Gerade seine Arbeit hat schon oft zur Aufklärung von Verbrechen beigetragen. Interessierte Detektive, Tatort-Ermittler und Mitarbeiter von Behörden haben nun die Möglichkeit, ein wenig von ihm zu lernen. Er hält am 20. Januar einen Vortrag im Rahmen der Forensik 2010 im Schloss Wilhelminenberg in Wien.

Dass es Dr. Mark Benecke angesichts des spannenden Themas nicht bei Worten belassen wird, dürfte klar sein. Er bringt Anschauungsobjekte, Fotos und jede Menge Hintergrundinformationen zu seinen Fällen mit und beantwortet die Fragen, was Maden auf Faulleichen mit Marienwundern zu tun haben oder warum O.J. Simpson doch verurteilt wurde.

Gelernt hat der Spezialist, der Zoologie, Biologie und Psychologie studierte, unter anderem an der FBI-Academy. Neben der Tätigkeit als Sachverständiger ist Dr. Benecke als Ausbilder an deutschen Polizeischulen und Gastdozent in vielen Ländern dieser Welt unterwegs. Wer sich ein wenig auf den Vortrag vorbereiten möchte: Es gibt eine Reihe von Fachbüchern und Aufsätzen vom „Madendoktor“.

Die Teilnahme an der Forensik 2010 mit dem Vortrag „Forensische Biologie zur Unterstützung in der Beweisführung – DNA, Blutspuren, Madenbefall“ ist nicht gerade günstig: Die Tagungspauschale beträgt 299 Euro. Abonnenten der Zeitschrift „der detektiv“ zahlen 249 Euro. Für ZAD- und Eurodet-Mitglieder, Studierende und Behörden gilt ein reduzierter Preis von 199 Euro. In der Pauschale enthalten sind unter anderem Getränke und das Mittagessen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Nähere Informationen gibt es auf www.forensik2010.at.

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