Detektive suchen fünf Millionen Euro

Aufträge, bei denen es um fünf Millionen Euro geht, dürften selbst für gestandene Detektive die absolute Ausnahme sein. Diesen Betrag hatte ein ehemaliger Finanzberater veruntreut und von den Konten seiner Kunden auf das eigene Konto umgeleitet. Der Täter wurde geschnappt und saß bereits sechs Jahre hinter Gittern. Jetzt geht es darum, das Geld zu finden. Privatdetektive sind dem Mann beinahe Tag und Nacht auf den Fersen und haben eine erste heiße Spur, die allerdings sehr viel Arbeit und noch mehr Geduld verlangt.

Zwei Jahre hat es gedauert, bis sich ein erster Hinweis auf das Versteck ergab. Mitten in der Nacht war der heute 50-jährige Vermögensberater in einen Wald im deutsch-österreichischen Grenzgebiet gefahren. Die Uhr zeigte 2.32 Uhr, als die Detektive dem Mann im Rahmen der Observation über die holprigen Wege folgten. Rund eine Stunde war der ehemalige Bankangestellte im Wald unterwegs, ehe er zurückkam. Wenige Tage später soll er einem Gläubiger 100.000 Euro in feuchten und schimmeligen Scheinen gegeben haben. Daher der Verdacht: Das Geld muss in dem Waldgebiet versteckt sein.

Bei seiner Festnahme hatte der Täter erklärt, die italienische Mafia habe ihm den gesamten Betrag abgenommen. Glaubhaft klang diese Aussage nicht. Da der 50-Jährige seine Strafe abgesessen hat, ist er vorerst noch ein freier Mann. Sollten die Detektei das Geld allerdings finden, käme der Betrüger wegen Falschaussage wieder vor Gericht. Der Plan der Detektive ist jetzt, den gesamten Wald Stück für Stück zu durchsuchen. Sie gehen davon aus, dass der Vermögensberater die fünf Millionen Euro in Stahlkisten vergraben hat. Ob dem so ist, wird sich wohl erst nach vielen Stunden harter Detektivarbeit zeigen.

Hinterlasse eine Antwort