Detektive observieren Fußballstars

Der Profifußball ist ein hartes Pflaster, schließlich geht es um viel Geld. Wer keine Leistung bringt oder die Erwartungen nicht erfüllt, landet auf der Ersatzbank oder muss damit rechnen, vonseiten des Vereins die rote Karte zu erhalten. Damit die Stars, in die viele Millionen Euro investiert werden, sich ausschließlich auf den Fußball konzentrieren, gehen einige Vereine auch ungewöhnliche Wege. Der FC Barcelona zum Beispiel scheut nicht davor zurück, einen Privatdetektiv auf die Kicker anzusetzen, um zu kontrollieren, ob sie abends im Bett liegen oder lieber feuchtfröhlich feiern.

Wie jetzt bekannt wurde, ließ der ehemalige Präsident des sportlich äußerst erfolgreichen Vereins, Joan Laporta, in der Saison 2007/2008 gleich drei Spieler von einer Detektei observieren: Eto’o, Ronaldinho und Deco. Wie das Wochenmagazin „Interviu“ berichtete, spiegelten die Berichte der Ermittler nicht gerade das wider, was man ein muster- und in dem Fall vor allen Dingen vertragskonformes Verhalten nennt. Die drei Superstars des internationalen Fußballs sollen gleich mehrmals gegen die internen, disziplinarischen Regeln des FC Barcelona verstoßen haben.

Die Konsequenz aus den Detektiv-Berichten: Trainer Josep Guardiola plädierte nach seinem Amtsantritt 2008 dafür, Ronaldinho, Eto’o und Deco aus dem Kader zu streichen und an andere Vereine zu verkaufen. Während Ronaldinho zum AC Milan wechselte und Deco zum Chelsea FC, spielte Eto’o noch ein weiteres Jahr für Barcelona. Ebenfalls auf der Liste der Spieler, die überwacht wurden, steht Gerard Pique. Auch ihn observierten die Ermittler über mehrere Tage, konnten den Verantwortlichen des Vereins aber keine nennenswerten Vorkommnisse liefern.

Eine Antwort zu “Detektive observieren Fußballstars”

  1. Messi sagt:

    Was ich so wahnsinnig finde, ist die Höhe der Ausgaben für die Detektive. Habe vor paar Stunden ein Artikel gelesen, indem von ca. 4 Mio. € die Rede war, nur für das Beobachten der Stars. Laporta hat dabei wahrscheinlich auch noch eine Hand voll Geld in seine Taschen verschwinden lassen.

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