Archive for the ‘Geschichten’ Category

Pater ermittelt mit detektivischem Spürsinn

Montag, Januar 11th, 2010

Er heißt nicht Pater Brown oder – in der modernen Variante – Pfarrer Braun. Und ihm sitzt auch kein Bischof im Nacken, der ihn wegen seines Faibles für Kriminalistik ständig versetzt. Guardian Thomas vom Franziskanerkloster in Maria Enzersdorf (Österreich) gehört zu der Sorte Detektiv, die nur hin und wieder aktiv werden und dabei einen großen Bogen um Kapitalverbrechen wie Mord und Totschlag machen. Aktuell ist der Geistliche auf der Spur von zwei Opferstock-Dieben.

Entdeckt hatte Pater Thomas Lackner das Verbrechen, als er die Bänder der Videoüberwachung kontrollierte. Sie wurde für genau solche Fälle im Gotteshaus installiert. Was er dabei zu sehen bekam, ärgert den Guardian. „Die sind ganz ungeniert in unsere Kirche marschiert und haben sich an unseren Opferstöcken zu schaffen gemacht“, erklärte er in einem Interview. Die Tat weckte erneut den Ermittler im Mann Gottes. Jetzt fahndet er nach dem Pärchen. Pater Thomas geht davon aus, dass es sich um Profis handelt, die nicht zum ersten Mal einen Opferstock geleert haben. Erkannt hat er es daran, wie die beiden mit der Taschenlampe und dem Diebeswerkzeug umgegangen sind.

Sicher dürfen sich die Diebe nicht fühlen. Der Guardian gehört zwar nicht zu den Profis in Sachen Spurensuche, war aber schon einmal erfolgreich und liegt regelmäßig auf der Lauer. Das liegt schlichtweg daran, dass Pietät für viele Verbrecher inzwischen ein Fremdwort ist. Sie machen sich immer öfter auch in Kirchen zu schaffen und sei es nur, um ein paar Euro aus dem Opferstock zu „angeln“. Nicht umsonst verfügt das Franziskanerkloster im Bereich Mödling über die Videoüberwachung. Pater Thomas wird sich die Bilder vermutlich noch sehr oft ansehen und nach Anhaltspunkten Ausschau halten. Vielleicht gelingt es ihm erneut, der Polizei den entscheidenden Tipp zu geben und die Täter dingfest zu machen.

Facebook als Informationsquelle für Justiz und Detektive

Montag, Oktober 26th, 2009

Plattformen wie Facebook sind beliebt. Die sozialen Netzwerke erstrecken sich über den gesamten Globus und dienen in erster Linie dazu, sich selbst und seine Interesse darzustellen. Dass ein allzu freizügiger Umgang mit persönlichen Informationen eher gefährlich ist, darüber wurde schon oft berichtet. Zwei Frage sollte man sich daher stellen, bevor man etwas veröffentlicht: Was gebe ich über mich preis und wem vertraue ich? Denn nicht jeder, der sich die Nutzerseiten ansieht, hat Gutes im Sinn.

Dass es dabei immer auf den Blickwinkel ankommt, beweist das Beispiel eines Betrügers aus den USA. Er konnte nur aufgrund seiner Daten bei Facebook geschnappt werden Beinahe täglich berichtete er darüber, wie toll die Partys sind. Die US-Behörden verfolgten mit Interesse, was sich auf der Seite tat. Sie vermuteten den Mann in Mexiko, konnten ihn aber nicht genau lokalisieren. Das änderte sich, als der Bankbetrüger einen US-Justizangestellten als Freund hinzufügte. Die Ermittler wandten sich an den neuen Facebook-Freund und erhielten den entscheidenden Hinweis. Hinter Gittern wird der Partygänger jetzt eher wenig zu berichten haben.

Das zeigt: Soziale Netzwerke sind eine ideale Informationsquelle für Justiz und Detektive. Auch Privatermittler nutzen Facebook & Co. zu Recherchezwecken. Wie oft sie damit Erfolge verbuchen konnten, darüber schweigen sich Detekteien wohlweislich aus. Lukas Helmberger, Präsident des österreichischen Detektivverbandes, erklärt dazu lediglich: „Im Grunde genommen ist Facebook eine Quelle im Internet wie alle anderen Seiten auch. Zudem haben wir kein Interesse daran, unsere Ermittlungsstrategien breitzutreten.“

Nur so viel, die meisten Journalisten würden ähnlich recherchieren wie Detektive – eben nur mit einem anderen Motiv. Ähnlich sieht das Arthur Häfele, Bundessprecher der Berufsdetektive. Sein knapper Kommentar lautete: „Wir überwachen alles im Internet.“ Dabei gehöre die Recherche bei sozialen Netzwerken längst nicht zur Haupttätigkeit von Detektiven, habe aber großes Potential für die Zukunft. Ohne Auftrag würde ohnehin keiner der Kollegen aktiv und sich auf den Seiten umsehen. Das ist manchmal auch gar nicht nötig: Ein Dieb war so clever, sich in einem fremden Haus bei Facebook einzuloggen und vergaß, sich wieder abzumelden. Da hätte er auch gleich auf die Polizei warten können.

Philip Marlowe

Dienstag, März 31st, 2009

Als Direktor einer Ölgesellschaft genoss Raymond Chandler alle nur erdenklichen Freiheiten, inklusive einer Geliebten, für die er eigens ein Apartment einrichtete. Die Weltwirtschaftskrise riss auch ihn 1932 in den Abgrund. Er verlor seinen Job. Für Krimifans eine glückliche Wendung. Denn anderenfalls hätte Chandler, der vor 50 Jahren am 26. März 1959 verstarb, seine Liebe zur Sprache vermutlich nicht ausgelebt und wäre die Literatur um einige Klassiker ärmer. Darunter die Fälle von Philip Marlowe, einer Detektivfigur, die viele Schriftsteller inspirierte und zum Archetypen des Privatermittlers wurde.

Marlowe raucht, mal Pfeife, mal Zigaretten, trinkt Bourbon und hat eine Vorliebe für Schach, wenngleich er meistens nur alte Partien nachspielt. Er ist ein Einzelgänger, der nach außen hin als harter Ermittler auftritt, in seinem Herzen aber ein echter Romantiker ist und das im Roman „Der lange Abschied“ auch zum Ausdruck bringt. Raymond Chandler lässt den Detektiv in Los Angeles agieren, einem Moloch aus Korruption, in dem Moral zum Fremdwort verkommen zu sein scheint. Marlowe bildet in diesem Punkt eine Ausnahme. Er hat Grundsätze. Den Charakter umschreibt der Autor völlig schnörkellos: Marlowe ist zynisch, hartgesotten und stolz. „Er ist ein einsamer Mann. Sein Stolz besteht darin, dass man ihn wie einen stolzen Mann behandelt oder es sehr bald bereut, ihm je begegnet zu sein”, so Chandler.

Die Romane mit Philip Marlowe sind nicht künstlich konstruiert. Sie sind ein Spiegelbild der Gesellschaft jener Zeit, dringen durch alle Schichten und lassen Verbrechen, die andere Autoren wie einen Paukenschlag in den Vordergrund rücken, beinahe schon beiläufig wirken. Schade, dass Raymond Chandler nach dem Tode seiner Frau dem Alkohol verfiel. Vielleicht wäre noch der ein oder andere Klassiker auf seiner Schreibmaschine entstanden wie „Der große Schlaf“ (1939), „Lebwohl, mein Liebling“ (1940), „Das hohe Fenster“ (1942), „Die Tote im See“ (1943), „Die kleine Schwester“ (1949), „Der lange Abschied“ (1953) oder „Playback“ (1958). Das jüngste Werk hat Robert Parker vollendet: „Einsame Klasse“ (1989).

Moonlight – Vampir-Detektiv erreicht Spitzen-Quote

Montag, Dezember 1st, 2008

Krimis im TV haben schon immer für recht hohe Einschaltquoten gesorgt. Waren es anfangs die Tatorte am Sonntagabend im Ersten und die Krimireihen am Freitag im ZDF, hat inzwischen jeder Sender eine Serie, in der Kommissare, Tatortermittler nach dem Vorbild der CSI-Spezialisten oder Detektive auf Spurensuche gehen. Das Bild der Privatdetektive reicht dabei von smart bis hart und von seriös bis halbseiden. ProSieben versucht es jetzt erneut mit einer ganz speziellen Art des Detektivs: Einem Untoten, besser bekannt als Vampir. „Moonlight“ heißt die neue Serie am Montagabend. Die Idee des Ermittlers mit Reißzähnen gab es schon einmal. Damals ging Angel auf die Jagd nach Seinesgleichen und Dämonen.

In Moonlight heißt der Hauptdarsteller Mick St. John – gespielt von Alex O’Loughlin –, der als Privatdetektiv Buße für sein Leben als Monster tut und den Menschen hilft. Unterstützt wird er dabei von seinem Artgenossen Josef (Jason Dohring) und der Internetreporterin Beth Turner (Sophia Myles). Moonlight wäre keine moderne Serie, wenn es nur darum ginge, das Böse zu jagen und am Ende jeder Folge die Welt ein Stückchen besser gemacht zu haben. Beth und Mick verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die für einen zusätzlichen roten Faden sorgt. Die Ex-Frau des Detektivs, die ihn in der Hochzeitsnacht biss und zum Vampir machte, entführte die Reporterin im Alter von vier Jahren, um ihren Mann für sich zurückzugewinnen.

Mit der ersten Folge der Serie, die im September 2007 in den USA an den Start ging, konnte ProSieben gleich punkten. Der Münchner Privatsender erreichte einen Marktanteil von 15,3 Prozent. Besonders begehrt scheint der untote Detektive bei den jüngeren Zuschauern zu sein. Die 14- bis 29jährigen entschieden sich laut Statistik zu 21,7 Prozent für „Moonlight“. Das zeigt einmal mehr: Privatdetektive sind in, wenn sie dann noch ein kleines Geheimnis umgibt – umso besser.

Weibliche Detektive im Roman

Samstag, Mai 3rd, 2008

Hartgesottene Kerle, die gerne einen über den Durst trinken und auch sonst eher unkonventionell vorgehen, haben das Bild des Roman-Detektivs über Jahre hinweg geprägt. Frauen in der Rolle der Ermittlerin waren Mangelware. Wenn sich eine Autorin daran wagte, musste sie mit dem Spott der Kollegen rechnen. Einen weiblichen Profi – Miss Marple übernimmt zwar eine gewisse Vorreiterrolle, allerdings nur als Amateur – brachten sie daher erst relativ spät ins Spiel. In den 70er Jahren wurde das Eis gebrochen und Krimis von, für und mit Frauen zum Renner.

Die Figur der Sharon McCone, geschaffen von Marisa Muller im Roman „Edwin of the Iron shoes“ war die erste Detektivin, die beruflich auf Mörderjagd ging. Sara Paretsky und Sue Grafton sprangen auf den Zug auf und sorgten für einen grundlegenden Wandel im Detektivroman, der ausgehend von den Vereinigten Staaten in die ganze Welt getragen wurde. Bekannt wurden damit unter anderem Doris Gerke, Regula Venske und Ingrid Noll. Sie hauchten der Frau als Detektiv zumindest literarisch Leben ein, mal als professionelle Privatdetektivin, mal als Psychologin, Pathologin oder auch Kräuterfrau, die sich mit Kriminalfällen beschäftigen.

Laut der Amerikanistik-Professorin Evelyne Keitel hat die neue Garde der Schriftstellerinnen ihren Figuren weit menschlichere und sympathischere Züge gegeben als sie noch Sherlock Holmes und Co. hatten. Sie setzen bei ihren Ermittlungen mehr auf Eingebungen, Gefühle sowie „merkwürdige Gedankenverbindungen“, die immer neu geordnet werden, bis sie sich letztlich verdichten und der Fall gelöst ist. Das sei, so die Professorin, ergiebiger als trockene Logik. Dass die Leser diese Art schätzen, beweisen die Verkaufszahlen der Romane.

Von kleinen Fischen und bissigen Dieben

Mittwoch, März 19th, 2008

In Neustadt an der Donau haben die Kaufhaus- und Ladendetektive viel zu tun, hat es den Anschein. In einem aktuellen Bericht der örtlichen Polizei werden gleich drei Einsätze von Detektiven aufgelistet. Richtig große Fische sind dabei nicht ins Netz gegangen. Der höchste Schaden lag bei 13,98 Euro. In allen drei Fällen werden die Kosten für die Anzeige die der entwendeten Gegenstände deutlich übersteigen.

Interessant ist an den Polizeiberichten vor allem, dass sie eines ganz deutlich zeigen: Ladendiebstahl kennt keine (Alters-)Grenzen. Dienstags hielt eine Siebenjährige den Detektiv eines Kaufhauses auf Trab. Sie steckte sich künstliche Fingernägel für 11,95 Euro in die Tasche. Sie wurde angehalten, auf die Tat angesprochen und sollte mit ins Büro kommen. Nach wenigen Schritten nahm das Mädchen jedoch Reißaus und konnte fliehen. Nicht ganz so schnell war die 67jährige, die einen Tag später in einem Kaufhaus des Diebstahls überführt wurde. Sie wollte ohne zu zahlen an der Kasse vorbei und wurde angesichts eines Schadens von 9,99 Euro angezeigt. Einsichtig zeigte sich ein 27jähriger. Er hatte es zwar geschafft, den Laden zu verlassen, wurde aber aufgehalten und kam freiwillig mit. Bei ihm ging es um ein Radio und ein wenig Kosmetik für 13,98 Euro.

Während die Neustädter Detektive ihre Arbeit als Routine bezeichnen konnten, hatte es einer ihrer Kollegen in München mit einem wahrlich bissigen Jungen zu tun. Der 19jährige, der eine Videokamera in seine Hose verstecken wollte, biss dem Kaufhausdetektiv in den Finger und wollte flüchten. Da der Täter polizeibekannt ist und als Intensivtäter gilt, landete er direkt in der Haftanstalt.

Drogenkauf zur Mitarbeiterprüfung ist nicht erlaubt

Freitag, März 7th, 2008

Privatdetektive haben sehr viele Möglichkeiten, ihren Mandaten brauchbares Material zu beschaffen. Videoüberwachung und Fotos sind nur zwei davon. Überschreitet ein Privatermittler bei seiner Arbeit allerdings die vom Gesetzgeber gezogenen Grenzen, wird er selbst zur Zielperson. Passiert ist dies einem Detektiv, der von einem Nobelhotel beauftragt worden war, das Personal auf Zuverlässigkeit zu testen. Als er dabei einen Barkeeper fragte, ob er Haschisch für ihn habe und ihm zwei Päckchen abkaufte, ging er zu weit und landete jetzt vor Gericht.

Zu verdanken hat er es dem Hotelangestellten, der sich gegen diesen Trick und die daraufhin ausgesprochene Kündigung zur Wehr setzte. Erfolg hatte der 43jährige Barkeeper damit nicht. Das Arbeitsgericht befand, dass derlei Tests durchaus zulässig seien. Die Unterlagen landeten später zur Prüfung beim Staatsanwalt. Der nahm sich den Detektiv zur Brust. Dessen Gutgläubigkeit, der Drogenkauf sei über den Ermittlungsauftrag gedeckt, ließ die Richter ein wenig schmunzeln. Auch die Aussage, er habe vorher extra seinen Anwalt gefragt und der habe ihm bestätigt, dass er bei geringen Mengen nichts befürchten müsse, brachten ihn nicht weiter.

„Das war doch alles im legalen Bereich“, ärgerte sich der Privatdetektiv, musste sich aber eines Besseren belehren lassen. „In dem Punkt gibt es bei uns keine Toleranz“, hielt der Richter ihm vor. Immerhin schenkte er dem 41jährigen Glauben, dass er seine Methode zur Mitarbeiterprüfung inzwischen geändert habe. Dadurch kam er mit einem blauen Auge davon. Gegen die Zahlung von 300 Euro wurde das Verfahren eingestellt.

Kaufhausdetektiv beweist hervorragenden Riecher

Freitag, Februar 29th, 2008

Privatdetektive brauchen einen guten Riecher. Im übertragenen Sinne heißt das nicht mehr und auch nicht weniger, als dass ein Detektiv sich auch mal auf seinen Instinkt verlassen können muss. Dass es durchaus auch wörtlich gemeint sein kann, hat kürzlich ein Ladendetektiv bewiesen. Er hatte, wie es sein Job verlangt, ein Auge auf die Kunden und nahm dabei Witterung auf.

Ein 33jähriger Mann, der dem Detektiv seit Betreten des Geschäftes aufgefallen war, hatte einen merkwürdigen Duft an sich. Gut, es gibt viele Parfüms und Rasierwasser, die gewöhnungsbedürftig sind. Aber es war nicht der Hauch von Vanille, Moschus oder Weihrauch, die der Kunde verströmte. Das, was sein Riechorgan dem Gehirn meldete, erinnerte den Kaufhausdetektiv in Krefeld mehr an etwas, das man rauchen kann: Marihuana.

So verständigte er die Polizei und behielt derweil den Kunden im Blick. Als die Beamten eintrafen und den 33jährigen baten, seinen Rucksack zu öffnen, kam ans Tageslicht, was der Detektiv gerochen hatte. 1000 Gramm des Rauschmittels holten die Polizisten aus der Tasche. Gekauft hatte der Mann den Stoff in Venlo. Jetzt laufen die Ermittlungen gegen ihn, denn für den Eigenbedarf ist es etwas viel. Der Detektiv darf sich freuen. Auf seine Nase kann er sich jedenfalls verlassen.

Detektiv Wilsberg ermittelt in Münster

Samstag, Januar 26th, 2008

An aalglatten Detektiven haben Fernsehzuschauer kein Interesse. Erst, wenn er Privatermittler ein paar Macken und Kanten hat, zeitigt sich auch ein Erfolg. Das beweist in bester Manier Georg Wilsberg, der seit 1995 mehr oder weniger regelmäßig im ZDF ermittelt und nicht selten selbst ins Visier der Polizei gerät. „Und die Toten lässt man ruhen“, hieß sein erster Fall, geschrieben von Jürgen Kehrer, der mit den Wilsberg-Romanen den Anstoß gab.

Ort des Geschehens ist Münster. Die Stadt ist stolz darauf und bietet seit 2003 Führungen an, während der man innerhalb von 90 Minuten die wichtigsten Schauplätze der Detektiv-Reihe gezeigt bekommt. Der Dreh- und Angelpunkt, in dem so manche Ermittlung beginnt, ist das Antiquariat des Privatdetektivs an der Frauenstraße. Dabei war Georg Wilsberg, in der Pilotfolge gespielt von Joachim Król, danach von Leonard Lansink, einst Rechtsanwalt. Seit er seine Zulassung verlor, steht er als Antiquar und Detektiv ständig kurz vor der Pleite.

Der feste Personenkreis der Serie ist überschaubar. Das macht es auch für den Zuschauer einfacher. Zum einen gibt es den Freund. In den ersten 14 Folgen war es Manfred Höch (Heinrich Schafmeister). Danach übernahm Ekkehard „Ekki“ Talkötter (Oliver Korittke) die Rolle des Kumpels, der dem Detektiv ständig sein Auto leihen darf. Mit dabei sind auch Alex Holtkamp (Ina Paule Klink) als Pflegetochter sowie Anna Springer (Rita Russek) und Overbeck (Roland Jankowsky) von der Polizei. Geprägt sind die Geschichten zum Teil von Spannung, viel mehr aber von Humor.

Meisterdetektiv Nick Knatterton

Dienstag, Januar 22nd, 2008

Gedacht war er als Parodie auf Superman. Geworden ist er eine der bekanntesten deutschen Detektivfiguren: Nick Knatterton. Von 1950 bis 1959 unterhielt der Meisterdetektiv mit seinen Abenteuern und nicht zuletzt den politisch angehauchten Seitenhieben die Leser der Quick als Comic in mehreren Folgen. Der Erfolg war so groß, dass es schon 1952 Sammelbände gab. Komplett wurde das Werk von Manfred Schmidt, dem Zeichner und Erfinder der Figur, erst 1988 auf den Markt gebracht.

Lieblingswort des Privatdetektivs, der sich mit allerhand Halunken befassen musste, war das berühmte „Kombiniere“. Der Wunsch, Detektiv zu werden, war bei Nick Knatterton, geboren als Nikolaus Kuno Freiherr von Knatter, schon früh geweckt. Dabei kam ihm seine vom Autor zugeschriebene Intelligenz immer zugute. Selbst seinen weiblichen Gegenspielern, die recht üppig ausgestattet und dem Detektiv nicht abgeneigt waren, konnte er widerstehen. Mit seiner Hochzeit sollte eigentlich alles enden. Das ließen die Fans aber nicht zu.

Der große Boom, den die Serie um den Meisterdetektiv auslöste, mündete 1959 in einem Kinofilm mit Karl Liefen in der Hauptrolle. Auch Persönlichkeiten wie Gert Fröbe und Günter Pflitzmann spielten in „Nick Knattertons Abenteuer – Der Raub der Gloria Nylon“ mit. In den 80er Jahren folgten einige Zeichentrickfilme. Wie weit es der Detektiv gebracht hat, beweist der Bund Deutscher Kriminalbeamter. Er vergibt die Nick Knatterton-Ehrenmütze.