Archiv für die Kategorie ‘Geschichten’

Krimiwochenenden für Hobbydetektive

Dienstag, 15. Januar 2008

Einfach nur vor dem Fernseher mit zu rätseln, wer der Mörder ist, die Fäden zieht oder die Straftat begangen hat, wird vielen auf Dauer zu langweilig. Sie wollen selbst aktiv werden und Detektiv spielen. Genau für diesen Zweck wurden Krimiwochenenden ersonnen. Hier können Erwachsene nach Herzenslust ermitteln und beweisen, ob sie das nötige Gespür eines Privatermittlers haben. Viel mit dem Arbeitsalltag eines professionellen Detektivs haben die inszenierten Fälle zwar nicht zu tun, dafür macht es viel Spaß.

Angeboten werden die Krimiwochenenden inzwischen in ganz Deutschland. Ob Ostsee, Eifel, Sauerland oder Hamburg, viele Hotels und Agenturen organisieren den Detektivspaß, der zugegebenermaßen nicht immer günstig ist. Je nach Hotel müssen die Hobby-Kriminalsten mit 300 bis 500 Euro rechnen. Inklusive ist neben Übernachtungen und Verpflegung natürlich das Vergnügen, einen Fall zu lösen. In der Regel handelt es sich um einen Mord der aufgeklärt werden muss. Für die Spuren, die zum Täter führen, sorgen die Organisatoren.

In der Eifel beispielsweise läutet ein gemeinsames Abendessen das Krimiwochenende ein. Sämtliche Privatermittler werden mit den Fakten des Falls vertraut gemacht und können dann am nächsten Tag den Tatort inspizieren, Unterlagen sichten und auf Spurensuche gehen. Wer nicht gleich ein ganzes Wochenende damit verbringen möchte, kann an Mystery Dinnern teilnehmen. Auch hier gibt es mit dem Menü eine Leiche serviert, deren Mörder es zu finden gilt.

Lenßen und Partner hat sich zum Erfolgsmodell entwickelt

Sonntag, 23. Dezember 2007

Ein Anwalt, eine Sekretärin und zwei Ermittler-Teams zu je zwei Detektiven – mit dem Konzept ging Sat1 im März 2003 an den Start und hat die Serie namens „Lenßen und Partner“ seither im Programm. „Detektivischer Spürsinn und Recherche, Menschenkenntnis und Kombinationsgabe sind die herausragenden Eigenschaften“, beschrieb der Sender damals die Charaktere. Geändert hat sich daran nichts.

Chef ist Ingo Lenßen, seines Zeichens Anwalt, der auch schwere Jungs vertritt, wenn er von ihrer Unschuld überzeugt ist. Ihm zur Seite steht seine Sekretärin und Empfangsdame Julia Brahms, die vor einiger Zeit Gabi von Polsdorf ersetzte. Bei den Detektiven hat es zwischenzeitlich immer mal kleine Änderungen gegeben. Von Anfang dabei und immer als Team unterwegs sind Sandra Nitka und Christian Storm. Sebastian Thiele an der Seite von Katja Hansen ist der Nachfolger von Mark Blomberg und Tekin Kurtulus, die aus „Lenßen und Partner“ ausgeschieden sind.

Die Geschichten sind mal mehr, mal weniger spannend, teilweise auch etwas verworren. Echte Fans kennen den oder die Täter bzw. die Hintergründe meist schon nach wenigen Minuten. Ob betrogener Ehemann oder die Suche nach dem leiblichen Vater, Rauschgiftdelikte oder Personenschutz, in der Serie wird das gesamte Spektrum der Detektivarbeit dargestellt, inklusive der technischen Raffinessen. Eine Brille mit eingebauter Kamera, GPS-Sender am Auto des Verdächtigen oder die Videoüberwachungen von Wohnungen geben nur einen kleinen Teil dessen wieder, was die Fans fasziniert.

Detektiv mit Elektroschocker attackiert

Donnerstag, 29. November 2007

Detektive leben gefährlich. Wer sich ertappt fühlt, lasst seinen Ärger eben an dem aus, der ihn erwischt hat. Eine 14jährige geriet gar ganz außer Rand und Band, als sie nach kurzer Flucht von einem Ladendetektiv gestellt wurde. Der Mann musste anschließend zum Arzt.

Ertappt hatte er das junge Mädchen am späten Nachmittag in einem Drogeriemarkt. Dort hatte sie sich gratis bedient und Modeschmuck eingesteckt. Der Detektiv beobachtete sie dabei und wurde seinerseits entdeckt. Statt den Diebstahl zuzugeben und die Konsequenzen zu tragen, floh die 14jährige aus dem Geschäft. Sie schaffte es mit dem Detektiv im Nacken bis in eine nahe gelegene Grünanlage, ehe sie gestellt wurde.

Was dann geschah, hätte sich der routinierte Ladendetektiv nicht träumen lassen. Das Mädchen schlug auf ihn ein und holte einen Elektroschocker aus ihrer Tasche, mit dem sie den Mann attackierte und schwer verletzte. Doch es nützte der Diebin relativ wenig. Es gelang dem Mann, sie so lange festzuhalten, bis die Polizei kam. Jetzt wird sie sich nicht nur wegen des Ladendiebstahls verantworten müssen, sondern auch für die Platzwunden und Prellungen, die sie dem Detektiv beifügte.

Erfolg und Misserfolg liegen nahe beieinander

Dienstag, 27. November 2007

Kaufhausdetektive müssen immer auf der Hut sein. Entweder verfolgen sie auf Monitoren das Geschehen in den Gängen, was angesichts des Trubels zur Weihnachtszeit nicht immer ganz so leicht ist. Oder sie mischen sich unters Volk. Die Tricks und Kniffe ihrer Klientel kennen sie jedenfalls. Viele Diebe scheitern beim Versuch des illegalen „bargeldlosen“ Einkaufs und suchen ihr Heil in der Flucht. Mal gelingt es, mal auch nicht, wie diese aktuellen Beispiele vom Wochenende belegen.

In Bamberg war ein Detektiv erfolgreich. Er konnte einen 24jährigen stellen, der ein Autoradio im Wert von knapp 160 Euro mitgehen lassen wollte. Aufgefallen war der Diebstahl an der Kasse. Der Versuch, über den Parkplatz abzuhauen, scheiterte kläglich. Der Kaufhausdetektiv war schneller zu Fuß und hielt den Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest.

In Hagen hingegen musste sich ein Detektiv im wahrsten Sinne des Wortes geschlagen geben. Zwar hatte er den Täter beobachtet und gesehen wie er 14 Uhren in seiner Jackentasche verschwinden ließ. Er konnte ihn auch aufhalten und um die Personalien bitten. Doch was dann kam, damit hatte der Kaufhausdetektiv nicht gerechnet. Der Dieb gab ihm das Portmonee samt Ausweis, um im gleichen Moment auszuholen und zuzuschlagen. Dabei riss er sich los und ward nicht mehr gesehen. Der Rucksack, den er bei der Aktion verlor, war im Übrigen auch bestens bestückt, mit 24 Parfümflaschen.

Kraftstoffdiebstahl in Aachen

Montag, 12. November 2007

Von unserer Auftraggeberin (AG) in Aachen erhielten wir den Auftrag einen Mitarbeiter aus ihrem Speditionsbetrieb zu observieren. Die AG hatte den begründeten Verdacht, dass der Mitarbeiter (ZP) Kraftstoff für sein Privatfahrzeug auf Kosten der Spedition abzweigte.

Nach 2 Tagen begannen wir mit der Observation am Speditionsbetrieb. Die ZP verlies wie bereits aus der Info der AG zu vernehmen war um 07.30 Uhr mit dem LKW den Betrieb. Darauf folgend fuhr der Mitarbeiter verschiedene Firmen an und belieferte diese mit Ware. Nach seiner Mittagspause setzte die ZP die Fahrt in Richtung Betrieb fort. Die ZP fuhr nach ca. 5 Min. auf einen abgelegenen Parkplatz und traf sich hier mit einer für uns unbekannten männlichen Person. Nach einer kurzen Unterhaltung wurden von der ZP 3 scheinbar volle 20 Liter Kanister hinter dem Fahrerhaus des LKW hervorgeholt und diese in den Kofferraum der unbekannten Person geladen. Die ZP fuhr anschließend weiter auf das Gelände des Speditionsbetriebs und führte seine Arbeit weiter fort.

Nach Berichterstattung an die AG wurde der Observationseinsatz auf insgesamt 1 Woche verlängert. In dieser Zeit konnte noch ein wie oben beschrieben ähnlicher Fall beobachtet werden.

Da einer der Sachbearbeiter die kompletten Abläufe per Videoaufzeichnung dokumentierte, stellte sich bei Abspielung des Videos bei unserer AG heraus, dass es sich bei der oben genannten unbekannten, männlichen Person um einen früheren Mitarbeiter unserer AG handelte.

Nach einer Unterredung zwischen ZP und der AG wurde der Diebstahl erst nach Vorlage der Videoaufzeichnung von der ZP zugegeben.

Bei einem späteren Termin mit unserer AG sollte an der Tankanlage der Spedition ein Kamerasystem zur Videoüberwachung installiert werden.

Auftrag in Mettmann: Tierliebe der besonderen Art

Sonntag, 30. September 2007

Etwas Verwunderung zeigten wir bei einer Auftragsbesprechung in Mettmann. Hier sollte in dem Einfamilienhaus unserer Auftraggeberin ein Kamerasystem zur Überwachung ihrer fünf Katzen installiert werden. Da sich die Katzen hauptsächlich in Küche, Ess- und Schlafzimmer aufhalten sollten, war der Wunsch unserer Auftraggeberin, ihre Katzen über eine Telefonleitung an einem Monitor in ihren Büros in Köln, Aachen und Bonn beobachten zu können.

Nach der Besprechung machten wir uns auf die Suche nach einem adäquaten System welches den Anforderungen unserer Auftraggeberin entsprechen sollte.

Wir bestellten ein System bestehend aus 6 Kameras und Telefonanlage mit Monitor.

Nach dem Erhalt unserer Bestellung installierten wir jeweils 2 Kameras in den o.g. Räumen welche wir zu einem Umschalter führten. Die Telefonanlage mit Monitor wurde in dem Büro unserer Auftraggeberin in Köln aufgestellt.

Als die komplette Montage am nächsten Tage vollendet werden konnte, wurde von uns ein anschließender Funktionstest vorgenommen. Unserer Auftraggeberin war es nun von ihren Büros möglich, ihre Katzen auf dem Monitor in frei einschaltbaren Zeitintervallen beobachten zu können.

Rückführung eines Leasingfahrzeugs von einem Auftraggeber in Dortmund

Mittwoch, 29. August 2007

An einem Freitagnachmittag hatten wir einen Termin bei einer bereits uns bekannten Auftraggeberin in Dortmund. In der Auftragsbesprechung ging es darum, ein von der Auftraggeberin geleastes Fahrzeug von ihrem Exmitarbeiter zurückzuführen.

Zum Sachverhalt: Unsere Auftraggeberin hat einem ihrer Exmitarbeiter einen Mercedes-Benz E 300 für Aussendiensttätigkeiten zur Verfügung gestellt. Als unsere Auftraggeberin dem Mitarbeiter nach einem halben Jahr aufgrund mangelnder Leistung gekündigt hat, gab es eine telefonische Vereinbarung, dass der Mitarbeiter das ihm zur Verfügung gestellte Fahrzeug innerhalb von 14 Tagen an dem Firmensitz unserer Auftraggeberin zurückgibt.

Da das Fahrzeug nach 8 Wochen von dem Mitarbeiter trotz mehrerer Versprechen immer noch nicht abgegeben wurde, sah sich unsere Auftraggeberin gezwungen eine Detektei mit der Rückführung ihres Fahrzeuges zu beauftragen.

Nach Erläuterung der genauen Sachlage und Aushändigung eines Ersatzschlüssels und entsprechender Vollmacht suchten wir den Wohnort des besagten Mitarbeiters auf. Es handelte sich hier um eine Doppelhaushälfte in ländlicher Gegend. Da wir das von uns gesuchte Fahrzeug an der Adresse nicht auffinden konnten, vermuteten wir, dass es sich in der Garage befand.

Nach einer Observation von ca. 4 Stunden, kam der Mitarbeiter (von uns ZP = Zielperson genannt) aus dem Objekt und suchte seine Garage auf. Es stellte sich heraus dass wir mit unserer Vermutung richtig lagen. Die ZP fuhr mit dem von uns gesuchten MB 300 E aus seiner Garage und suchte nachfolgend eine in der Nähe befindliche Büroadresse auf. Ebenfalls konnten wir beobachten, dass die ZP mit Anzug und Krawatte bekleidet war. Weiter stellten wir jetzt die Vermutung an, dass die ZP vielleicht bereits einer neuen Tätigkeit mit dem Fahrzeug unserer Auftraggeberin nachgehen würde.

Um ca. 09.30 Uhr suchte die ZP eine Büroadresse in ca. 30 km Entfernung von ihrem Wohnort auf, stellte das Fahrzeug auf dem Firmengelände ab und suchte nachfolgend das Bürogebäude auf. Da der Parkplatz von dem Bürogebäude einsichtig war mussten wir das Fahrzeug jetzt schnellstmöglich von dem Parkplatz holen. Es lief alles nach Plan und bereits nach kurzer Zeit konnten wir das Fahrzeug zu unserer Auftraggeberin zurückführen.

An diesem Tag stimmte wirklich alles, wir erfuhren im Nachhinein von unserer Auftraggeberin, dass die ZP bereits ca. 14 Tage an der von uns festgestellten Büroadresse gearbeitet hat.

Manchmal muss man eben auch ein wenig Glück haben!

Lauschabwehrmaßnahme in Düsseldorf

Sonntag, 26. August 2007

Vor ca. 3 Wochen erhielten wir von einer verheirateten Frau aus Düsseldorf den Auftrag in ihrem Haus Lauschabwehrmaßnahmen durchzuführen. Bei einer Lauschabwehrmaßnahme werden Wohnung, Gegenstände, Computer, etc. nach eventuell angebrachten Minisendern („Wanzen“) oder Funkkameras abgesucht.

In einem persönlichen Gespräch teilte uns die Auftraggeberin mit, dass sie den begründeten Verdacht hätte von ihrem Ehemann in den letzten Wochen abgehört worden zu sein. Die Auftraggeberin, auch von uns „AG“ benannt, gab uns zu verstehen, dass ihr Ehemann in den letzten Wochen über verschiedene ihrer Tätigkeiten informiert gewesen wäre, über die sie nur am Telefon mit einer ihr absolut vertrauten Person gesprochen hat. Die AG versicherte uns, dass sie einen Kontakt zwischen ihrem Ehemann und der vertrauten Person in jedem Falle ausschließen könnte.

Nachdem wir die kompletten Wohnräume der AG sowie verschiedene Gegenstände und Telefonanlage elektronisch untersucht haben, kamen wir zu keinerlei Ergebnis. Wir beschlossen daraufhin uns in der Garage und Vorraum noch einmal genauer umzusehen. Als wir unsere Aktion schon fast wieder beenden wollten, öffnete mein Kollege einen in der Garage abgestellten alten Backofen und fand in diesem einen selber gebauten Minisender mit einem angeschlossenen Mikrofon. Es machte für mich den Eindruck, als wenn der eventuelle „Abhörer“ den Sender mit Mikrofon und Batteriezuleitung zusammengeknüllt hätte und diesen dann in den Ofen hinter einem darin befindlichen Karton versteckt hat.

Als die AG ihrem Ehemann von diesem Fund berichtete, stritt er ab, jemals den Minisender gesehen oder eingesetzt zu haben.

Krank geschriebener Mitarbeiter

Dienstag, 03. Oktober 2006

Eine Spedition aus Düsseldorf hatte uns beauftragt, einen ihrer Mitarbeiter zu überprüfen, welcher sich bereits seit mehreren Wochen krank gemeldet hatte. Wie uns der Personalleiter der Spedition mitteilte, fiel der Mitarbeiter bereits seit mehreren Jahren durch das auffällig häufige Einreichen von Krankmeldungen auf. Bei einer Observation des Mitarbeiters konnten wir feststellen, dass dieser bereits um 06.15 Uhr das Haus verließ. Kurz darauf stieg der Mitarbeiter in einen vorgefahrenen PKW. Der Fahrer des PKW fuhr darauf mit dem Mitarbeiter der Spedition auf die nahegelegene Autobahn in Richtung Köln. Nach einer guten halben Stunde fuhr der Fahrer in Köln, in einem Industriegebiet, auf das Gelände einer Gerüstbau- Firma. Der Mitarbeiter der Spedition konnte darauf auf dem Betriebsgelände beim Be- und Entladen mehrerer LKW beobachtet werden. Hierbei wurden zumeist schwere Gerüstbauteile mit der Hand verladen. Eine schmerzhafte Entzündung des Schultergelenks, welche der Mitarbeiter bei seinem Arbeitgeber als Grund für seine Arbeitsunfähigkeit angegeben hatte, war für uns nicht zu erkennen. Der Mitarbeiter der Spedition konnte bis zum späten Nachmittag bei der Verladung von Gerüstbauteilen beobachtet werden. Zur Beweissicherung wurde dieses per Videoaufzeichnung festgehalten.

Auf Wunsch des Personalleiters der Spedition führten wir die Beobachtung des krankgeschrieben Mitarbeiters am Folgetag nochmals durch. Der Ablauf war nahezu gleich. Wieder wurde der Mitarbeiter der Spedition früh morgens abgeholt und die Fahrt führte uns erneut zur Gerüstbau- Firma nach Köln. Hier war der Mitarbeiter der Spedition wiederum bei schweren körperlichen Tätigkeiten zu beobachten. Dieses konnte von uns erneut per Videoaufzeichnung dokumentiert werden. Eine einmalige Verfehlung des Mitarbeiters war somit auszuschließen.

Zu Beginn der darauffolgenden Woche wurde der weiterhin krank geschriebene Mitarbeiter in das Personalbüro der Spedition gebeten. Hier wurde der ahnungslose Mitarbeiter mit unseren Videoaufzeichnungen konfrontiert. Dem Mitarbeiter wurde darauf die fristlose Kündigung erteilt und über die beabsichtigte Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen in Kenntnis gesetzt.

Organisierter Diebstahl im Warenhaus

Sonntag, 24. September 2006

Von einem größeren Warenhaus in Köln wurden wir aufgrund größerer Inventurdifferenzen beauftragt, ein Kamerasystem in Nähe der Warenausgabe zu installieren. Nachdem das Kamerasystem installiert wurde, konnte 3 Tage später ein Mitarbeiter beobachtet werden, der über den Tag verschiedene kleinere und größere Waren an die Warenausgabe in die Nähe des Ausgangs legte. Kurz vor dem Feierabend fuhr der Mitarbeiter mit seinem Privatwagen auf den Hinterhof des Warenhauses und stellte sein Fahrzeug in Nähe der Warenausgabe ab, sprach kurz mit der Mitarbeiterin die an der Warenausgabe arbeitete und transportierte  nachfolgend seine zuvor abgelegten Waren in sein Fahrzeug.

Diese Art von Diebstahl konnte von verschiedenen Mitarbeitern des Unternehmens in einem Zeitraum von 4 Wochen insgesamt 5 mal beobachtet werden. Bei einer später eingeleiteten Observation konnte ebenfalls festgestellt  werden, dass sich ein Mitarbeiter in verschiedenen Abständen mit einem Bekannten in dem Warenhaus traf und sie sich zusammen verschiedene Waren aus dem Sortiment aussuchten und diese anschließend notierten. Nach ca. 30 Minuten verschwand der Bekannte wieder.

Der Mitarbeiter nahm darauf folgend die zuvor erstellte Liste und räumte alle auf der Liste stehenden Waren in die Warenausgabe. Nach weiteren 45 Minuten kam der zuvor gesehene Bekannte erneut  mit einem Transporter auf das Gelände des Warenhauses gefahren und konnte beim Telefonieren beobachtet werden. Nachdem der Bekannte das Telefonat beendet hatte fuhr er direkt auf den Hinterhof zur Warenausgabe und packte alle dort stehenden Waren im Wert von ca. 600,00 Euro in sein Fahrzeug und wollte anschließend das Gelände verlassen.

Nachfolgend versperrten wir dem Dieb die Ausfahrt, stellten ihn und konnten alle erforderlichen Maßnahmen einleiten. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung konnten insgesamt Waren über 7000,00 Euro sichergestellt werden.