Archiv für die Kategorie ‘Statistik’

Manager unterschätzen Spionagegefahr

Montag, 14. September 2009

Industriespionage ist weltweit auf dem Vormarsch. In der Bundesrepublik scheint dieser Tatbestand Manager aber kaum zu stören. 75 Prozent der Unternehmen verfügen über keinerlei Abwehrmechanismen, um mögliche Spionagefälle aufzudecken oder aktiv vorzubeugen. Wenn überhaupt, setzen viele Firmen nur auf ihren Werksschutz. Dass es damit nicht getan ist, wird spätestens dann deutlich, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Leider passiert das öfter, als der Wirtschaft lieb sein kann. Auf 20 Milliarden Euro belaufen sich die Schäden durch Spionage alleine in Deutschland, so Dr. August Hanning, ehemals Präsident des Bundesnachrichtendienstes.

Eine deutlich höhere Zahl nennt die Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit in der Wirtschaft (ASW). Sie kommt auf 30 Milliarden Euro. So oder so: Es besteht Handlungsbedarf. Das müssen auch die Manager erkennen. Sie machen es Wirtschaftsspionen sehr leicht, an geheime Informationen zu kommen, monieren Experten. „Reaktiv statt präventiv“, bringt Maxim Worcester von der Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG es auf den Punkt. Betroffen seien vor allem Unternehmen mit internationaler Ausrichtung und Firmen, deren eigenes Know-how das größte Kapital ist. Die Gefahr, dass diese Daten „abfließen“ und von der Konkurrenz genutzt werden, wächst stetig.

Als heikel werten die Sicherheitsexperten vor allem USB-Speichergeräte, vom einfachen Stick bis hin zur Armbanduhr mit mehreren Gigabyte Speicherkapazität. Bei Kontrollen werden sie in der Regel nicht entdeckt oder genauer überprüft. In solchen Fälle kommt die Gefahr von „innen“, sprich: Es sind die eigenen Mitarbeiter, die aus Unzufriedenheit oder dank guter Angebote der Konkurrenz zu Spionen werden. Hinzu kommt modernste Technik, mit der Gespräche abgehört und Daten ausgelesen werden. Hilfe gegen diese Angriffe von innen und außen bieten eine gezielte Lauschabwehr durch Profis von einer Detektei und ein auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmtes Sicherheitskonzept.

Detektive sind die effektivste Maßnahme gegen Ladendiebstähle

Montag, 23. Juni 2008

Der Schaden durch Ladendiebstähle ist enorm. Allein im vergangenen Jahr wurden laut Umfrage des EHI Retail Institute aus Köln Waren im Wert von 3,3 Milliarden Euro gestohlen. Dabei erweisen sich die Kunden als die schlimmsten Langfinger. Sie verursachten einen Schaden in Höhe von 1,9 Milliarden Euro, gefolgt von Mitarbeitern (eine Milliarde) und Lieferanten sowie auswärtigen Servicekräften (350 Millionen). Eine Verbesserung der Lage erwarten die Händler nicht. Dabei sagt die polizeiliche Kriminalstatistik, dass die Zahl der einfachen Ladendiebstähle um 6,6 Prozent zurückgegangen ist.

Sorgen machen sich die Händler vor allem um die organisierte Kriminalität. Sie sei das größte Problem. Banden räumten teilweise ganze Regale leer. Besonders begehrt seien dabei Kosmetika und Rasierklingen. Die Dreistigkeit, mit der die Täter vorgingen, und die Gewaltbereitschaft nähmen ständig zu. Heute verstecke man das Diebesgut nicht mehr unter der Jacke, sondern nehme sich offen, was man benötige und renne dann weg. Dieses Phänomen beobachten die Angestellten vor allem, wenn nur wenig Personal im Laden ist. Die geringe Personalbesetzung und die längeren Öffnungszeiten sorgten zudem für eine hohe Dunkelziffer. 30 Millionen Diebstähle mit einem Warenwert von durchschnittlich 60 Euro passierten unbemerkt.

Für die Prävention investierte die Branche rund eine Milliarde Euro im Jahr. Als effektiv hätten sich dabei Detektive und Kameras erwiesen. Häufig fehle allerdings das Personal, um die Aufnahmen auszuwerten. Kaum ein Unternehmen verfüge über eine ständige Überwachung. Dort wo Privatdetektive im Einsatz sind, deckten sie rund 71 Prozent der Kundendiebstähle auf. Die Kosten für die Überwachung durch Detektive würden zu rund 20 Prozent über aufgeklärte Fälle gedeckt. Bei der Mitarbeiterüberwachung werde man erst aktiv, wenn es einen konkreten Tatverdacht gibt. Überführt werde etwa jeder 100. Mitarbeiter.

Mitarbeiterkriminalität nimmt ab

Dienstag, 26. Februar 2008

Der Bundesverband Deutscher Detektive (BDD) hat die Ermittlungsdaten für das Wirtschaftsjahr 2007 vorgelegt und weist in diesem Zusammenhang auf zwei für die Branche überraschende Entwicklungen im Bereich der Mitarbeiterkriminalität hin.

Erstmals seit Jahren ist Zahl der Aufträge aus der Wirtschaft, bei denen Privatermittler sich um das Fehlverhalten von Mitarbeitern kümmern mussten, zurückgegangen. Machten sie im Jahr 2005 noch 69 Prozent und 2006 rund 70 Prozent aus, waren es im vergangenen Jahr nur noch 58 Prozent. Bezogen auf alle Detektivaufträge ist es ein Rückgang von 40 auf 32 Prozent. Als Grund hierfür nennt der BDD das härtere Vorgehen der Betriebe und damit die Angst der Mitarbeiter vor Sanktionen. Konnte der Detektiv gerichtsverwertbare Ergebnisse liefern, wurde wesentlich öfter Anklage erhoben statt die Angelegenheit intern zu regeln. Entschieden sich in den Jahren 2005 und 2006 noch mehr als die Hälfte der Unternehmen dazu, nicht vor Gericht zu ziehen, sind es nunmehr nur noch 43 Prozent.

Der zweite Trend, den der Bundesverband ausmachte, bezieht sich auf die Art der Vergehen, die Mitarbeitern zur Last gelegt und von Ermittlern aufgedeckt wurden. Stand unberechtigtes Krankfeiern über Jahre hinweg unangefochten auf Platz eins, nehmen jetzt Delikte wie Untreue, Geheimnisverrat, Unterschlagung und Diebstahl den Spitzenplatz ein. Diese Entwicklung führt der BDD darauf zurück, dass die sozialen Werte in den Unternehmen immer weiter abgebaut würden und häufiger Massenentlastungen drohten. Die Loyalität zum Arbeitgeber sei nicht mehr gegeben, was zum Teil auch am schlechten Betriebsmanagement liege.

Aufklärungsquote von 63 Prozent

Montag, 19. November 2007

Die Wirtschaft gehört zu den besten Kunden von Detekteien. Die für das Jahr 2006 erhobenen Daten des Bundesverbandes Deutscher Detektive (BDD) bestätigen diesen Trend. 57 Prozent der Aufträge stammen direkt von Unternehmen. 18 Prozent wurden von Anwaltskanzleien erteilt. Dabei sticht die Tatsache hervor, dass in Zweidrittel aller Fälle die Mitarbeiter ins Visier der Untersuchungen geraten.

Das Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität des BKA deckt sich dabei sehr genau mit den Daten des BDD. In erster Linie geht es dabei um Mitarbeiter, die schwarz arbeiten, des Betrugs, der Untreue, des Diebstahls oder des Verrats von Betriebsgeheimnissen verdächtig werden. Die Ergebnisse der Detektive werden vermehrt dazu genutzt, den jeweiligen Angestellten anzuzeigen. In diesem Punkt werden die Unternehmen immer konsequenter. Von 30 Prozent in 2005 auf 34 Prozent in 2006 stieg die Quote der Fälle, bei denen die Detektivarbeit Anstoß für eine Klage war.

Dass die Arbeit einer Detektei in den meisten Fällen erfolgreich ist, bestätigt sich mit der hohen Aufklärungsrate. Sie lag im vergangenen Jahr bei 63 Prozent. Lediglich sieben Prozent der Aufträge verliefen nicht erfolgreich, bei 30 Prozent konnten die Ermittler mit Teilerfolgen aufwarten. Umgerechnet auf die Kosten, die durch Wirtschaftskriminalität entstehen, hat der BDD ermittelt, dass die Arbeit der Detektive rund 15 Milliarden Schaden verhindern konnte.

Dedektei-en

Freitag, 21. September 2007

Mit detektivischem Spürsinn wollen wir heute einmal einem Phänomen nachspüren, das mit Suchmaschinen, Statistiken und einer kleinen Schwäche des Menschen zu tun hat. Es handelt sich um den Begriff Dedektei und die relative Häufigkeit seiner Falschschreibung.

Dedektei Statistik
Google Trends für detektei, detekteien, dedektei

Leider sind die Google Trend Statistiken auf den ersten Blick nicht sonderlich hilfreich, aufgrund einer Mengenbeschränkung wird nur für den Begriff Detektei eine Trendlinie angezeigt. Und diese ist leider nicht mal vollständig. Aber dank detektivischem Spürsinn sind uns die kleinen Balken bei den Regionen aufgefallen, die das Verhältnis der 3 Begriffe untereinander widerspiegeln sollen.

Diese Längen kann man ausmessen oder durch Analyse des Seiten-Quellcodes ermitteln, als Resultat erhalten wir am Ende ein Verhältnis von 100% Detektei, 9% Detekteien und 13% Dedektei. Aber Vorsicht, diese Zahlen beziehen sich nicht auf die exakten Suchen nach den drei Begriffen, sondern umfassen alle Such-Kombinationen, in denen die Wörter enthalten sind.

Die exakten Suchbegriffe sollen sich einer Keywort-Datenbank zu Folge so verteilen:

  • detektei 9444
  • detekteien 1210
  • privatdetektei 454
  • dedektei 293
  • dedekteien 41
  • privatdedektei 11

Doch auch diese Zahlen sind mit Vorsicht zu geniessen, da oftmals automatische Abfrage-Tools die Häufigkeiten verfälschen.

Zunahme bei Produktspionage

Sonntag, 17. Dezember 2006

Im Bundestag stellte die FDP-Fraktion eine Anfrage zu Verletzungen geistiger Eigentumsrechte im internationalen Warenverkehr. Ausgangsbasis waren die in bedenklichem Maße angestiegenen Schäden durch Produkt- und Markenpiraterie. Der weltweit dadurch entstehende Schaden wird auf 120 bis 370 Mrd. Euro pro Jahr geschätzt. Weitere Zahlen:

  • Der Wert vom deutschen Zoll beschlagnahmter Pirateriewaren betrug 2005 ca. 215 Mio. Euro und hat sich gegenüber 2004 um 50 Prozent erhöht.
  • Etwa 60 Prozent der aufgegriffenen gefälschten Markenartikel stammen aus Asien, allein 35 Prozent aus China (2003 noch 13 Prozent).
  • Die Beschlagnahme nachgeahmter Waren durch die EU-Zollverwaltungen verzeichnete von 1998 bis 2004 einen Anstieg um fast 1 000 Prozent.
  • HIB: Produktspionage spielt international eine immer größere Rolle