Industriespionage ist weltweit auf dem Vormarsch. In der Bundesrepublik scheint dieser Tatbestand Manager aber kaum zu stören. 75 Prozent der Unternehmen verfügen über keinerlei Abwehrmechanismen, um mögliche Spionagefälle aufzudecken oder aktiv vorzubeugen. Wenn überhaupt, setzen viele Firmen nur auf ihren Werksschutz. Dass es damit nicht getan ist, wird spätestens dann deutlich, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Leider passiert das öfter, als der Wirtschaft lieb sein kann. Auf 20 Milliarden Euro belaufen sich die Schäden durch Spionage alleine in Deutschland, so Dr. August Hanning, ehemals Präsident des Bundesnachrichtendienstes.
Eine deutlich höhere Zahl nennt die Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit in der Wirtschaft (ASW). Sie kommt auf 30 Milliarden Euro. So oder so: Es besteht Handlungsbedarf. Das müssen auch die Manager erkennen. Sie machen es Wirtschaftsspionen sehr leicht, an geheime Informationen zu kommen, monieren Experten. „Reaktiv statt präventiv“, bringt Maxim Worcester von der Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG es auf den Punkt. Betroffen seien vor allem Unternehmen mit internationaler Ausrichtung und Firmen, deren eigenes Know-how das größte Kapital ist. Die Gefahr, dass diese Daten „abfließen“ und von der Konkurrenz genutzt werden, wächst stetig.
Als heikel werten die Sicherheitsexperten vor allem USB-Speichergeräte, vom einfachen Stick bis hin zur Armbanduhr mit mehreren Gigabyte Speicherkapazität. Bei Kontrollen werden sie in der Regel nicht entdeckt oder genauer überprüft. In solchen Fälle kommt die Gefahr von „innen“, sprich: Es sind die eigenen Mitarbeiter, die aus Unzufriedenheit oder dank guter Angebote der Konkurrenz zu Spionen werden. Hinzu kommt modernste Technik, mit der Gespräche abgehört und Daten ausgelesen werden. Hilfe gegen diese Angriffe von innen und außen bieten eine gezielte Lauschabwehr durch Profis von einer Detektei und ein auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmtes Sicherheitskonzept.
