Mit zwei Dosen und einer Schnur als Kommunikationsmittel kann man Kinder heute nicht mehr begeistern. Da muss schon etwas mehr Technik her, damit das Spielzeug nicht ratzfatz in der Ecke landet. Funkgeräte wird dieses Schicksal über kurz oder lang zwar auch ereilen. Immerhin dürften sie etwas intensiver genutzt werden, um wie die Helden aus TKKG, Drei Fragzeichen oder die fünf Freunde Detektiv zu spielen. Deshalb werden die Geräte nicht mehr einfach als Walky Talky verkauft, sondern heißen Detective Kit Funkgerät, so wie es unter anderem von Motorola angeboten wird.
Schon auf der Verpackung ist ein Mann mit tief ins Gesicht gezogenem Hut und einem Trenchcoat zu erkennen – halt das typische Klischee eines Privatdetektivs. Dazu gibt es einen Taschenkompass aus Metall, ein Fernglas und eine Lupe, damit die Ausrüstung auch komplett ist. Preis für das Set für angehende Ermittler: Rund 40 Euro. Rein vom technischen Gesichtspunkt her könnten die beiden Funkgeräte durchaus auch bei einer Detektei zum Einsatz kommen. Sie sind lizenzfrei, klein und handlich. Ähnliche Geräte finden sich in den Listen der Shops, die sich auf Privatermittler als Kundschaft spezialisiert haben.
Die Auswahl in einem solchen Spezialgeschäft ist natürlich erheblich größer und reicht bis hin zum Paket mit Headset und Gürtelclip für weit über 200 Euro. Selbst in Zeiten des Mobiltelefons ist das Funkgerät immer noch eine der einfachsten und günstigsten Methoden, untereinander Kontakt zu halten. Denn in der Regel agieren Detektive als Team, insbesondere wenn es um aufwändigere Observationen geht. Und da ist eine reibungslose Kommunikation unabdingbar.