Archive for the ‘Unterhaltung’ Category

Vermeintliche Bombe erweist sich als GPS-Sender eines Hobby-Ermittlers

Montag, Oktober 4th, 2010

Polizisten müssen zwar auch detektivischen Spürsinn beweisen, sollten sich aber nicht dazu verleiten lassen, Hobby-Detektiv zu spielen und die Pfade der Dienstvorschriften zu verlassen. Das kann böse enden – in Genf mit einer gezielten Sprengung. Weil ein Grieche mit seinem Mercedes immer wieder durch ein bestimmtes Viertel fuhr und ständig anhielt, keimte beim Beamten der Verdacht, der Mann verdiene sein Geld mit Drogen. Um eine Bestätigung für die Vermutung zu erhalten, montierte er kurzerhand eine Plastikbox mit GPS-Sender unter dem Auto.

Das hätte auch funktioniert, zumindest die Ortung des Fahrzeugs, wären dem Verdächtigen während seiner Fahrten nicht eigenartige Geräusche aufgefallen. Um auf Nummer sicher zu gehen, brachte er seinen Wagen in die Werkstatt. Ein Blick unter das Fahrzeug ließ sowohl dem Besitzer als auch dem Kfz-Mechaniker einen Schrecken durch die Glieder jagen. Sie entdeckten einen schwarzen Kasten aus Plastik, an dem jeweils ein rotes und ein grünes Licht blinkten. Der Grieche, aktenkundig aufgrund eines Finanzdelikts, fürchtete einen Anschlag der russischen Mafia und rief die Polizei.

Die kam dann auch und wählte den aus ihrer Sicht besten Weg angesichts der zwei Blinklichter: Sie sprengte den Kasten. Später zeigte sich, dass die vermeintliche Bombe ein GPS-Gerät im Wert von knapp 100 Franken war. Gekauft und montiert hatte es der Polizist. Im Kasten fanden die Beamten zudem eine SIM-Karte, wie die Polizei sie nutzt, wenn sie in Spionagefällen ermittelt. Diese „Zutat“ hatte der Mann von einem Kollegen erhalten. Der Fall landete vor Gericht. Der Ex-Polizist begründete sein Vorgehen mit dem Verdacht, es handle sich um einen Drogendealer. Er bekam einen Freispruch, gegen den der Grieche jetzt Revision eingelegt hat.

High-Tech für Hobby-Detektive

Montag, September 28th, 2009

Der technische Fortschritt scheint unaufhaltsam: Mixer, die kochen können, Mikrowellen, die als Grill umfunktioniert werden, und Handys, die das Büro ersetzen. Während die meisten dieser Entwicklungen auf den täglichen Bedarf abgestimmt sind, gibt es da noch eine Reihe von Gadgets, deren Nutzen eher zweifelhaft ist – jedenfalls für Otto-Normal-Verbraucher. Sie haben ihren Ursprung in Agentenfilmen und können mittlerweile problemlos über das Internet bestellt werden: Von der Kamera im Streichholzschachtel-Format bis hin zum Wanzen-Detektor bietet der Detektivbedarf für Hobbyermittler alles feil.

Waren das noch Zeiten, als im Spielwarenhandel Detektiv-Koffer das Nonplusultra für junge Fans der „Drei Fragezeichen“ oder von „Kalle Blomquist“ waren. Lupe, Notizbuch, Fingerabdruckpulver und ein Set, mit dem sich Fahndungsbilder zusammenstellen lassen, gehörten zur Ausstattung und waren bestens zum Spielen geeignet. Heute muss es High-Tech sein. Der Onlinehandel hat sich bereits darauf eingestellt. Was sonst von 007 und Kollegen genutzt und in geheimen Labors entwickelt wurde, lässt sich bei diversen Versandhändlern per Mausklick in den Warenkorb legen. Günstig ist das Vergnügen allerdings nicht. Für ein Spionagehandy müssen rund 1.000 Euro investiert werden. Dabei kann es nicht viel mehr als ein gängiges Mobiltelefon.

Die Liste der Geräte, von denen einige durchaus für den professionellen Einsatz von Detektiven geeignet sind, reicht vom Fotoapparat in der Armbanduhr und Detektoren, die versteckte Videokameras und Wanzen aufspüren, über Brillenkameras, Richtmikrofone und Dietrich-Sets bis hin zu Mini-Spionage- und Feuerzeugkameras. Doch auch Fingerabdruck-Scanner und -Schlösser sowie GPS-Peilsender gehören zum gut sortierten Katalog der Branche. Bleibt die Frage: Wer braucht das alles? Dass Detekteien zunehmend auf moderne Technik angewiesen sind, versteht sich. Im privaten Bereich hingegen dürfte die Kamera in der Krawatte wohl eher eine Spielerei sein, die den kleinen Jungen im Mann weckt.

Berlin: Detektiv-Spiele in den Osterferien

Dienstag, April 7th, 2009

Damit in den Osterferien keine Langeweile aufkommt, hat sich das FEZ-Berlin etwas Besonderes einfallen lassen. Alle Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren sind eingeladen, sich unter dem Motto „Auf geheimnisvollen Spuren“ in der Detektiv-Akademie ausbilden zu lassen und in die Fußstapfen von Sherlock Holmes zu treten. Der britische Privatermittler empfängt die jungen Detektive höchstpersönlich in der Bakerstreet 221b und erzählt gemeinsam mit seinem Freund Dr. Watson von den spannendsten Fällen.

Sämtliche Schauplätze der Ferienaktion sind im fiktiven London angesiedelt. Für die jüngsten Gäste steht in „London-Kingston“ ein Spielplatz bereit. Wer seine Fitness, das Gehirn und die Sinne trainieren möchte, um bestens für die Ermittlungsarbeit gerüstet zu sein, ist in der Sporthalle in „London-Harrow“ genau richtig. Das nötige Fachwissen vermitteln die Akademie und die Detektiv-Werkstatt in „London-Enfield“. Hier können sich die Jungen und Mädchen an Phantombildern versuchen, einen „Um-die-Ecke-Gucker“ basteln und verschiedene Tarnungen ausprobieren. Nachhilfe gibt es auch im Detektivbüro der „Drei Cleveren“ in „London-Bromley“.

Umsetzen lässt sich das Erlernte dann in „London-Bexley“, wo gleich mehrere Stationen auf die Teilnehmer warten. Der Stadtteil ist berüchtigt für seine Unterwelt. Hier treffen die Undercover-Detektive auf finstere Gestalten. Den ersten eigenen Fall können die Kinder im Ägyptischen Museum klären. Ihre Aufgabe ist es, Spuren auszuwerten und festzustellen, woran der Pharao gestorben ist. Das verspricht Spannung pur. Geöffnet hat das EZB (An der Wuhlheide 197, 12459 Berlin) sonntags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 13 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 2,00 Euro und für Familien 6,50 Euro.

Schreiben, speichern, filmen – der Multifunktions-Spionage-Kuli

Freitag, Januar 16th, 2009

James Bond und sein genialer Tüftler „Q“ lassen grüßen: Sie haben schon immer darauf gesetzt, möglichst viele Funktionen auf kleinstem Raum unterzubringen. Dieser Prämisse folgt auch die Mini-Spionagekamera in Kugelschreiberform. Elegant in Schwarz, abgesetzt mit Klipp, Spitze und Mittelstück in Silber schaut das Gerät nicht nur aus wie ein Stift. Nein, man kann sogar damit schreiben. Und wenn man den Kuli aufschraubt, erscheint ein USB-Stick. Die Kamera mit Mikrofon ist gut versteckt und dank einer zwei Millimeter großen Linse für niemanden sichtbar. Schade nur, dass Leuchtdioden – zwar auch sehr klein – anzeigen, dass gerade gefilmt wird.

Über die Qualität der Aufnahmen geben die Artikelbeschreibungen der Händler, darunter ein großer Buchversand, keine Auskunft. Auch der Hersteller hüllt sich in Schweigen. Auf der Seite der Firma findet sich nicht einmal ein Hinweis auf die Spionagekamera – oder er ist so gut versteckt, dass wirklich nur Geheimagenten ihn finden. Dabei wäre durchaus interessant zu wissen, mit welcher Auflösung das Gerät arbeitet, wie lichtstark das Objektiv ist und welche Brennweite es hat. Sonderlich viel Leistung sollte man nicht erwarten, wenn man die Preise sieht. Im Liveshopping ist das Gerät für knapp 50 Euro zu haben. Regulär kostet die Minikamera etwa 60 Euro.

Dass in den Kugelschreiber neben der Kamera auch ein vier Gigabyte USB-Stick integriert wurde, auf dem die Filme und sonstige Daten gespeichert werden können, ist recht praktisch. Einen Stift und einen Speicherstick kann man schließlich immer mal gebrauchen. Stellt sich nur eine Frage: Wie kann man mit dem Gerät unauffällig filmen? Denn darauf kommt es bei einem Spion doch an: So zu agieren, dass niemand etwas mitbekommt. Dürfte schwer sein. Ständig mit dem Kuli rumzufuchteln, sorgt garantiert für Fragen. Ihn einfach auf den Tisch zu legen, bringt auch nicht viel, es sei denn, man legt mehr Wert auf das gesprochene Wort und verkauft die Filme als moderne Kunst. Bringen wir es mal auf den Punkt: Es ist ein Spielzeug für große und kleine Jungs.

Frau von Promi-Detektiv Pelicano dreht Reality-Serie

Dienstag, Dezember 16th, 2008

15 Jahre lang muss Anthony Pelicano, in den Vereinigten Staaten bekannt als Privatdetektiv der Stars, ins Gefängnis. Damit wurde jetzt ein Schlussstrich unter das Verfahren gegen den 64-jährigen gezogen. Der Ermittler hatte immer wieder zu illegalen Methoden gegriffen, um Ergebnisse präsentieren zu können. Dabei schreckte er auch nicht davor zurück, Telefongespräche abzuhören oder Journalisten zu bedrohen. Über 70 Fälle waren gegen Pelicano anhängig, in denen die Jury ihn schon vor Monaten für schuldig befand. Prominenteste Opfer des Detektivs sind Gary Shandling und Sylvester Stallone.

Während der Mann nun hinter schwedische Gardinen wandert, sorgt seine Frau für Schlagzeilen. Die Familie Pelicano scheint das Rampenlicht zu genießen. Anders lässt sich nicht erklären, warum Kat Pelicano und ihre drei Töchter Alana, Tori und Josi mit Unterstützung von Zoo Productions eine Reality-Serie drehen. In den Hauptrollen die vier Damen, die versuchen, in die Fußstapfen des Ehegatten bzw. Vaters zu treten und eine Detektei aufzubauen. Den Grundstock haben sie schließlich – wobei die Kundendatei keinen Cent mehr wert sein dürfte –, ebenso ein paar offene Forderungen vom ehemaligen Brötchenverdiener, die für das nötige Startkapital sorgen sollen.

Die Schritte hin zur eigenen Firma werden in der ersten Staffel thematisiert. Serienexperten sehen das Projekt zwischen „Charlies Angels“ und „Keeping up with the Kardashians“ angesiedelt. Ob es sich verkaufen lässt, muss sich zeigen. Die Werbetrommel wird zwar kräftig gerührt. Angebissen hat bislang noch kein Sender. Dabei hat Kat Pelicano es bitter nötig, dass die Serie gekauft wird. Denn so langsam geht ihr das Geld aus. Auf prominente Hilfe oder Befürworter darf sie nicht hoffen. Dafür hat ihr Mann zu viel verbrannte Erde hinterlassen.

Speziell für Spione: unsichtbare Tinte und eine Stimme wie ein Alien

Donnerstag, Dezember 11th, 2008

Autos mit Raketenwerfer, Schirme mit Maschinengewehr oder Uhren, die Giftpfeile abschießen und Stahl schmelzen – das macht James Bond aus. Die vielen kleinen Allzweckwaffen, die der geniale „Q“ dem Geheimagenten in seiner Werkstatt „gebastelt“ hat, haben zumindest Witz. Wenn man nun aber sieht, was diverse Geschäfte für Detektivausrüstungen im Namen von 007 anbieten, kann man nur den Kopf schütteln. Vielleicht haben die Entwickler zu lange und zu oft vor dem Fernseher gesessen oder sie lassen ganz einfach ihre Kindheit wieder aufleben. Denn Nachwuchs-Spione kann man mit den Produkten durchaus begeistern. Detektive würden sich damit eher lächerlich machen und ihre Kunden verschrecken.

Beispiel Nummer eins aus dem Detektivbedarf: Der Kugelschreiber mit unsichtbarer Tinte. Geheime Botschaften – das erinnert an die fünf Freunde und die drei Fragezeichen. Die haben noch Zitronensaft aufs Papier gepinselt und mit Hilfe einer Kerze die Buchstaben „zum Leben erweckt“. Jetzt gibt es Hightech. Einen hübschen Stift mit Clip, damit er immer und überall dabei ist. Die Artikelbeschreibung nennt auch gleich ein paar Beispiele, für welche Zwecke der Kuli geeignet ist. Codes und Passwörter sollen auf diese Weise absolut sicher und geheim notiert werden können. Erst mit Hilfe der Mini-UV-Lampe (die für einen Euro aus dem Restpostenmarkt, die so hübsch blau leuchtet) kann man die Schrift wieder lesen. Für knapp 30 Euro ein echtes Schnäppchen.

In einer ähnlichen Preisklasse rangiert der Sprachverzerrer, ebenfalls aus dem umfangreichen Sortiment eines Shops für Detektive. Sieht aus wie ein Schlüsselanhänger, soll aber wahre Wunder wirken, wenn man am Telefon nicht erkannt werden möchte. Das gute alte Taschentuch über dem Hörer reicht also nicht mehr. Jetzt kann man mit einem Knopfdruck wie ein Roboter plappern oder als Alien seine Forderungen stellen. Da hat man die Qual der Wahl. Gleich acht unterschiedliche Varianten lassen sich einstellen. Ob moderne Geräte zur Stimm-Entschlüsselung die Verzerrungen wieder auflösen können – das wird nicht verraten.

Moonlight – Vampir-Detektiv erreicht Spitzen-Quote

Montag, Dezember 1st, 2008

Krimis im TV haben schon immer für recht hohe Einschaltquoten gesorgt. Waren es anfangs die Tatorte am Sonntagabend im Ersten und die Krimireihen am Freitag im ZDF, hat inzwischen jeder Sender eine Serie, in der Kommissare, Tatortermittler nach dem Vorbild der CSI-Spezialisten oder Detektive auf Spurensuche gehen. Das Bild der Privatdetektive reicht dabei von smart bis hart und von seriös bis halbseiden. ProSieben versucht es jetzt erneut mit einer ganz speziellen Art des Detektivs: Einem Untoten, besser bekannt als Vampir. „Moonlight“ heißt die neue Serie am Montagabend. Die Idee des Ermittlers mit Reißzähnen gab es schon einmal. Damals ging Angel auf die Jagd nach Seinesgleichen und Dämonen.

In Moonlight heißt der Hauptdarsteller Mick St. John – gespielt von Alex O’Loughlin –, der als Privatdetektiv Buße für sein Leben als Monster tut und den Menschen hilft. Unterstützt wird er dabei von seinem Artgenossen Josef (Jason Dohring) und der Internetreporterin Beth Turner (Sophia Myles). Moonlight wäre keine moderne Serie, wenn es nur darum ginge, das Böse zu jagen und am Ende jeder Folge die Welt ein Stückchen besser gemacht zu haben. Beth und Mick verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die für einen zusätzlichen roten Faden sorgt. Die Ex-Frau des Detektivs, die ihn in der Hochzeitsnacht biss und zum Vampir machte, entführte die Reporterin im Alter von vier Jahren, um ihren Mann für sich zurückzugewinnen.

Mit der ersten Folge der Serie, die im September 2007 in den USA an den Start ging, konnte ProSieben gleich punkten. Der Münchner Privatsender erreichte einen Marktanteil von 15,3 Prozent. Besonders begehrt scheint der untote Detektive bei den jüngeren Zuschauern zu sein. Die 14- bis 29jährigen entschieden sich laut Statistik zu 21,7 Prozent für „Moonlight“. Das zeigt einmal mehr: Privatdetektive sind in, wenn sie dann noch ein kleines Geheimnis umgibt – umso besser.

Tatort Hamburg lädt zum Detektivspiel

Donnerstag, Juni 12th, 2008

Detektive, die auf Bühnen oder im Fernsehen ermitteln, gibt es viele. Statt einfach nur zu gucken und in Gedanken auf Mörderjagd zu gehen oder als Privatermittler zu observieren, bietet der Verein „Abenteuer bewegt e.V.“ Interessenten die Möglichkeit, an drei Tagen im Juli (11., 13. und 19.7.) in Hamburg selbst in die Rolle des Detektivs zu schlüpfen. Das Konzept, das schon vor einiger Zeit erfolgreich umgesetzt wurde, nennt sich „Tatort Hamburg“ und verspricht einen spannenden Tag in der Hansestadt.

Die Idee, dass Laien sich als Ermittler versuchen, ist nicht neu. Angeboten werden solche Detektivspiele unter anderem von Restaurants und Hotels. Während des Abendessens oder an einem Wochenende müssen gestellte Fälle gelöst werden, ob nun Mord oder Raub. Das Interesse an solchen Veranstaltungen, die es im Übrigen auch als Ferienspaß für Kinder gibt, ist groß. Entsprechend schnell sind die meisten Termine ausgebucht. Der Verein „Abenteuer bewegt“ (www.abenteuer-bewegt.de) hat noch einige Plätze zu vergeben. Kontaktmöglichkeiten und Bilder zu vergangenen Tatorten finden sich auf der Internetseite des Vereins.

Ganz Hamburg wird bei den Terminen zum Schauplatz des Geschehens. Ermitteln müssen die Teilnehmer unter anderem an den Landungsbrücken, in der Speicherstadt, auf der Reeperbahn und am Michel. Überall sind kleine Hinweise versteckt und helfen Schauspieler, die die Rolle des Kommissars, von Verdächtigen oder von Zeugen übernehmen, bei der Lösung des Falls. Rund vier Stunden dauert das Kriminalstück, in dessen Mittelpunkt die Teilnehmer stehen. Der Startschuss fällt jeweils um 17 Uhr. Der Preis für das Vergnügen, wie die Figuren von Agatha Christie oder Edgar Wallace zu agieren, ist mit 30 Euro vergleichsweise günstig.

Sherlock Holmes kommt ins Kino

Samstag, Juni 7th, 2008

Ob das was wird? Die Geschichten von Sherlock Holmes begeistern seit dem 19. Jahrhundert Millionen von Fans. Viele haben sich in Clubs zusammengefunden und sehen sich selbst als Sherlockianer. Sie sind fasziniert von der eher trockenen, typischen britischen Art sowie dem brillanten Verstand, mit der Sir Arthur Conan Doyle seine literarische Figur ausgestattet hat. Guy Ritchie, britischer Regisseur und Ehegatte von Sängerin Madonna, will sich nun an Sherlock Holmes versuchen. Das Drehbuch schreibt er selbst und führt natürlich Regie. Bei der „einfachen“ Umsetzung einer der vielen Detektivgeschichten wird er es allerdings nicht belassen, sondern Holmes einen fast ganz neuen, jugendlichen Charakter verpassen.

Auf einen Film wie „Der Hund von Baskerville“, der 1959 zum ersten Mal auf der Leinwand zu sehen war und sicherlich zu den besseren Kino- und TV-Versionen der Sherlock Holmes Romane gehört, darf man also nicht hoffen. Guy Ritchie wünscht sich den Privatdetektiv mehr als Abenteurer á la „Das Geheimnis des verborgenen Tempels“. Der 1995 erschiene Streifen zeigt den Detektiv als Jugendlichen auf einem Internat, wo er zum ersten Mal auf John Watson trifft. In diesem Film beweist der junge Sherlock Holmes zum einen sein kriminalistisches Gespür, zum anderen seine Abenteuerlust. Genau darauf baut auch das neue Drehbuch.

An der Idee wird seitens der Warner Brothers Studios schon seit einiger Zeit gearbeitet. Ob das Ergebnis aus den 200 Filmen, die es zu den Vorlagen von Sir Arthur Conan Doyle schon gibt, hervorstechen kann, muss sich zeigen. Neil Marshall galt als erste Wahl für den Posten des Regisseurs. Nun ist Guy Ritchie am Zug. Laut dem Fachmagazin „Variety“ bastelt er derzeit noch an den Feinheiten des Skripts. In die Kinos soll der Film 2010 kommen.

Detektiv-Städtereise für Kinder

Dienstag, März 25th, 2008

Mit Kindern während des Urlaubs in ein Museum zu gehen, ist – es sei denn, es handelt sich um ein Mitmach-Museum – nicht unbedingt die beste Idee. Die Kleinen wollen in der Regel unterhalten werden, Spaß haben und wenn es geht auch Abenteuer erleben, so wie ihre Vorbilder aus Büchern und Hörspielen. Eine der Serien, die nach wie vor sehr großen Erfolg hat, ist TKKG. Die Jugenddetektive haben schon so manchen Fall gelöst. Jungen und Mädchen, die auf den Spuren von Tim (vormals Tarzan), Karl, Klößchen und Gaby wandeln wollen, haben dazu in den Herbstferien Gelegenheit.

Sony BMG Family Entertainment und RUF Jugendreisen haben sich für diese Zeit etwas Besonderes ausgedacht: Die TKKG Detektiv-Städtereise für Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren. Die Eltern müssen die sieben Tage ab 349 Euro berappen. Dafür werden die Kinder rund um die Uhr betreut, gibt es Vollverpflegung, einen Tagesausflug und natürlich eine Ausbildung zum Detektiv im Adlernest, der Zentrale von TKKG. Als Belohnung gibt es einen Detektiv-Ausweis.

Das gesamte Programm findet in einer Ferienanlage in der Lüneburger Heide statt. Von hier aus starten die Nachwuchsdetektiv auch nach Hamburg, wo sie auf Spurensuche gehen müssen. Damit sie dafür bestens gerüstet sind, lernen die Kinder, wie sie Verdächtige richtig observieren, wie man Fingerabdrücke nimmt und was es mit Geheimschriften auf sich hat. Nachhilfe erteilt auch Kommissar Glockner, der Vater von Gaby. Und da man nicht nur ermitteln kann, verfügt das Ferienlager über ein großes Außengelände mit allerhand Spielgeräten.